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Ein Generationenproblem

«Wir haben im Oberland viele Eigentümer und Betreiber im Pensionsalter, die ihre Wirtshäuser und Gasthöfe zum Teil über Jahrzehnte geführt haben. Oft wurden die Häuser im altkonservativen Stil – und mit Erfolg – geführt», erklärt Thomas Matter. Er ist einer der Remax-Immobilienmakler des Berner Oberlandes (Spiez/Interlaken). «Entsprechend war die Stammkundschaft in ihrem Alter. Aber diese bleibt jetzt zunehmend aus. Junge Leute suchen trendige Lokale.» Deshalb trüge der Schein nicht, in der Region stünden tatsächlich viele Traditionslokale vor dem Aus, sagt Matter. «Andererseits sind in Tourismusorten an jeder Ecke Bars, Trendlokale und Imbissstuben entstanden. Skifahrer verpflegen sich bereits auf der Piste – die Dorfbeizen haben das Nachsehen.» Diverse Wirtshäuser, die eigentlich mal die Altersvorsorge der Besitzer darstellen und an die Nachkommen gehen sollten, seien heute überschuldet. Der Aufwand sei gleich geblieben, der Ertrag aber gesunken. «Grossbanken haben deshalb schon oft Schliessungen bewirkt. Regionalbanken schauen zu, solange der Zins kommt. Aber hinter den Fassaden bahnen sich diverse menschliche Tragödien an», weiss der Makler. prr >

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