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Ein Grossanlass zum Jubiläum

Der Turnverein Münchenbuchsee führte zum 50.Mal einen Nacht-OL durch.

Nicht spontan, eher mit einem Zögern wagten sich Bruno Hess und sein OK zum Jubiläum an die Organisation der Schweizer Meisterschaft im Nacht-OL heran. «Wir befürchteten, dass dieser Grossanlass eine Nummer zu gross für uns ist», gesteht der Laufleiter. Es sei nicht üblich, dass Orientierungsläufe von Turnvereinen organisiert würden. Erfahrung haben die Mitglieder des Turnvereins Münchenbuchsee allerdings ausreichend. Es war der 50.Nacht-OL, der durchgeführt wurde. Initiant für den Nacht-OL Buchsi war Max Baumgartner. Der heute 85-jährige OL-Veteran war damals Bahnleger und Laufleiter. Nacht-OL seien faszinierend, habe man damals gefunden und sich darauf spezialisiert, so Baumgartner. Im Vergleich zur modernen Ausrüstung heute sei es in den Anfangszeiten noch recht abenteuerlich gewesen, in der Nacht zu laufen. Doch auch mit leuchtstarkenHalogenlampen auf dem Kopf, Daumenkompass, neuen OL-Karten und Badges ist es nicht einfach, im Laufgebiet Schüpberg die Posten zu finden. «Schon bewunderungswürdig, diese OL-Läufer. Die bringen das Kunststück fertig, sich in stockdunkler Nacht zu orientieren. Ich habe schon bei Tageslicht mit meinem GPS grosse Mühe», bemerkte eine Zuschauerin anerkennend. Angeführt von den mehrfachen Weltmeistern Simone Niggli-Luder und Daniel Hubmann gingen in 35 Kategorien rund 670 Startende mit der Laufkarte Schüpberg-Ost (1:10000) auf Postensuche. Während die 17-fache Weltmeisterin ihren Titel verteidigte, musste der schon vor dem Lauf angeschlagene dreifache Titelverteidiger Daniel Hubmann aufgeben. König der Nacht wurde der Neuenburger Babtiste Rollier. Noch schneller als Niggli-Luder war ihre schwedische Freundin Helena Jansson. Die U-20-Junioren-Titel gingen an Florian Howald aus Oberönz und an die Huttwilerin Sarina Jenzer. Weil einer der 95 Posten von Unbekannten entfernt wurde, hätten in fünf Kategorien (140 Betroffene) keine Ranglisten erstellt werden können, war von Medienchef Werner Schmidiger zu erfahren. Davon betroffen war auch die D-18-Mitteldistanz-Schweizer-Meisterin Marion Aebi aus Oberönz. «Wenn man Silber gewonnen hätte und dann statt auf einer Rangliste auf einer alphabetischen Liste zuoberst steht, ist das natürlich nicht so erfreulich», haderte die Jugend-Europameisterin im Sprint. Im OL nehmen oft ganze Familien teil. Nicht aus einer OL-Familie kommt hingegen Felix Haller. «Meine Mutter meldete mich in einem Schnupperkurs der OLG Thun an. Da hat es mich gepackt und nie mehr losgelassen», erzählt der Quereinsteiger. Gefördert von seinem damaligen Regionaltrainer Urs Jordi, hat es der 20-jährige Polymechaniker jetzt gar ins Schweizer Junioren-Nationalkader geschafft. Beim Nacht-OL auf dem Schüpberg ist er Sechster geworden. «Ein Traumlauf war das nicht. Er hätte besser gehen können», seufzt der Bruder des Spitzentriathleten Adrian Haller. Haller und Marion Aebi hoffen, sich für die Junioren-WM in Polen qualifizieren zu können. Dies wäre ein weiterer Meilenstein in der bisher so erfolgreichen Karriere der beiden talentierten Berner Nachwuchsläufer. Peter RussenbergerResultate Seite 24>

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