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Ein Inkwiler-Orden für die Suworow-Kadetten

InkwilDie Strassen waren beflaggt, das ganze Dorf auf den Beinen: Gestern beehrten die berühmten Suworow-

Die Suworow-Kadetten aus Moskau sind ein geschichtsträchtiges Ensemble mit brillanten Musikern. Kaum einer ist älter als 20 Jahre. Die Kadetten spielen ihre Instrumente virtuos und ernten in noblen Häusern, wie kürzlich im KKL in Luzern, von Hunderten von Zuschauern Applaus. Wenn sich die Gelegenheit bietet, kommen sie gerne auch mal in die Provinz – zum Beispiel nach Inkwil. Gestern war es so weit, und alle gaben ihr Bestes. Die Musikgesellschaft Inkwil als Gastgeberin und auch die Musikanten bei ihren Auftritten. Um elf Uhr begann sich die Mehrzweckhalle des Dorfes zu füllen. Im Akkord begannen die fleissigen Helfer Salat und Geschnetzeltes mit Reis aufzutragen. Auf der Bühne sorgte die Musikgesellschaft Alpina Churwalden mit ihrem Bankettkonzert für Unterhaltung. Auch die Bündner präsentierten sich als ein respektables Orchester. Diesmal war die Konkurrenz vor dem Haus aber übermächtig. Dort rollten im weissen Reisebus die Suworow-Kadetten in ihren schmucken Uniformen an. Den musikalischen Willkommensgruss überbrachte die Alphorngruppe Önzberg. Erst diesen Sommer taten sich Jörg Arn, Werner Leute, Jacqueline Fries und Salome Luternauer zusammen, der Auftritt in Inkwil war für sie eine tolle öffentliche Premiere. Für eine gelungene Überraschung sorgte die Musikgesellschaft Inkwil. Für jeden Kadetten und dessen Begleitperson hatte sie einen Inkwiler-Orden parat, eine Erinnerungsplakette, die extra angefertigt worden war. Wie ein Kranzabzeichen, das man bei guten Leistungen, etwa bei einem Feldschiessen, erhält. Die Freude war gross und das Abzeichen irgendwie von symbolischer Bedeutung. Wer bei den Suworow-Kadetten dabei sein will, muss mindestens so gut spielen, wie ein Kranzschütze treffen. Marschparade vor der Halle Was sie draufhaben, zeigten die Kadetten bei ihren beiden Auftritten am frühen Nachmittag. Zuerst beim Konzert auf der Bühne, anschliessend bei einer Marschparade vor der Mehrzweckhalle. Der Aussenauftritt war militärisch, zackig und von choreografischer Präzision. Die Darbietung im Saal von symphonischer Schönheit. Das breite Repertoire reichte von zeitgenössischen Melodien bis zu traditionellen Kompositionen. Die Begeisterung des Publikums war gross. Sie gipfelte in Hurrarufen und nicht enden wollendem Klatschen. Für die Kadetten war der gestrige Tag eher ruhig. Seit ihrer Ankunft am Freitag ging es für sie von Auftritt zu Auftritt. Gestern war früh Feierabend. Die Zeit reichte sogar, um sich in Zivilkleider zu stürzen und ein wenig die Stadt Bern zu erkunden. Dank einem Taschengeld der Suworow-Kadetten-Stiftung lag am Abend sogar eine kleine Shoppingtour drin. Hanspeter Flückiger . >

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