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Ein kleines Stück Kunstrasen im Mittelpunkt

thunEine Tour auf der Baustelle zeigt: Das neue Fussballstadion in Thun Süd nimmt immer konkretere Formen an. Sogar ein Stück Rasen ist bereits «verlegt». Ab Mitte Februar werden allen Interessierten Führungen auf Thuns grösster Baustelle angeboten.

Noch ist es eine kahle, kalte Betontreppe, die auf einen mit Baumaterial überhäuften Platz führt. Doch wer kurz die Augen schliesst und die Fantasie spielen lässt, der kann sich bereits vorstellen, wie die Thuner Fussballer ab dem Sommer über genau diese Treppe in die neue Arena einlaufen. Mitten in der Baustelle, dort, wo künftig der Anspielpunkt auf das Grün gezeichnet sein wird, liegen sogar bereits ein Stück Kunstrasen und ein Ball. Und zeigen deutlich auf, wer hier ab Juli die Hauptrolle spielen wird: König Fussball. Das Kribbeln ist jedenfalls bereits da, sagt Andres Gerber, Sportchef des FC Thun, beim Betreten des Stadions – oder dessen, was davon bereits steht. «Ich habe gerade daran gedacht, wie es war, in die grossen Stadien in Bern oder Basel einzulaufen», gesteht er, bevor er auf dem Stück Rasen schon mal kurz den Ball jongliert. Und Alain Kappeler, CEO der Stadion Thun AG, ist überzeugt: «Die steilen Zuschauerrampen nah am Spielfeld sorgen für einen richtigen Arena-Charakter.» Schon jetzt sei es ein emotionaler Moment, zur entstehenden neuen Sportstätte zu kommen. «Ich bin überrascht, wie schnell es geht», sagt Kappeler. Die Arbeiten seien im Zeitplan – dass es im Januar lange warm war und keinen Schnee gab, sei ein Vorteil gewesen. Und so kann der Stadion-CEO bereits konstatieren: «Wir sind auf der Zielgeraden!» Einblick in neue Heimstätte Noch regieren auf Thuns grösster Baustelle die Kräne und Baumaschinen. Doch ein Rundgang beweist, dass das Stadion und das Einkaufszentrum nebenan immer konkretere Formen annehmen. Eine riesige Halle zeigt bereits, wo der Obi-Baufachmarkt installiert wird. Ein grosser Teil der Tribünen im Stadion steht – etwa auf der Seite Weststrasse, wo die Thuner Fans auf den Stehplätzen ihre Heimat finden werden. Es lässt sich erahnen, wo Coach Murat Yakin den Spielern in der Garderobe die letzten taktischen Anweisungen geben wird. Und wo sich die Fans unter den Zuschauerrampen in der Halbzeitpause verpflegen werden. Erich Beutler, Verantwortlicher für die Baustellenbesichtigungen, zeigt all dies einem Trupp Medienleute – und wird ab Mitte Februar alle Interessierten über die Baustelle führen (siehe Kasten). «Wir wollen den Fans ihre neue Heimstätte näherbringen und haben bereits 1000 Anmeldungen – es ist viel Goodwill und Begeisterung zu spüren», freut sich Beutler. Und Alain Kappeler fügt an: «Die Leute aus der Region sollen hier vor Ort den Puls fühlen können.» Das ambitionierte Ziel: Bis zur Stadioneröffnung am 8./9./10. Juli sollen sich 5000 Personen angesehen haben, was in Thun Süd entsteht. Bis Ende Jahr werden weitere Führungen organisiert. Zusätzliche Trainingsplätze? Mit 100 Tonnen Sand und 70 Tonnen Granulat wird der Untergrund des Kunstrasens aufgebaut, bevor am 16. Juli die neue Fussballsaison beginnt. Im Rohbau vorhanden sind auch bereits die Garderoben für zusätzliche Aussenspielfelder. Ob diese – drei normale Plätze und ein Trainingsplatz – neben dem Stadion gebaut werden, steht noch nicht fest. Es laufen Gespräche mit der Burgergemeinde als Landbesitzerin und der Stadt. «Die erste Mannschaft und die U21 werden fix in Thun Süd sein, die Frauen- und Nachwuchsteams im Lachen. Das ist eine logistische Herausforderung», sagt Stadion-CEO Kappeler. Er hofft, dass möglichst bald ein Entscheid für die zusätzlichen Aussenplätze gefällt wird.Michael Gurtner>

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