Zum Hauptinhalt springen

Ein Oberländer Punk weckt Emotionen

jörg PerrettenEin

«Er war schon immer ein Träumer», erzählt Frieda Perreten, die Grossmutter von Jörg Perreten. Sieht man den 23-jährigen Punk mit tätowierten Armen und Beinen bei der Unterhaltungssendung «Das Supertalent» am Klavier sitzen, scheint er in ebendiesen Träumen versunken: Gelassen und konzentriert, gefühlvoll und elegant inszeniert er die Melodien und begeistert das Publikum. Sein Gespür für die Musik lässt den Zuhörer innehalten und sich ganz dem feinen Spiel hingeben. Die Jury der Talentsendung bezeichnete seinen Auftritt im Halbfinale von letzten Samstag als «Explosion». Er habe sie entführt, und der Funke sei übergesprungen. Wie er seine Auftritte selbst empfindet, ist derweil unklar; Jörg Perreten war für eine Stellungnahme nicht erreichbar und gibt laut RTL generell keine Interviews: «Er ist wohl vom grossen Interesse an seiner Person überrumpelt», mutmasst eine RTL-Mitarbeiterin. Nach seinen Auftritten zeigt sich jeweils die zurückhaltende Seite des Oberländers: Mit knappen «Ja» und einem «Hallo Grosmuetti» punktete er nach seinem Halbfinalauftritt sowohl bei Teenagern wie auch bei gestandenen Erwachsenen. Vonseiten von RTL heisst es, dass der Punk am Piano die Jury bereits im Casting auf Anhieb begeistert habe. Nach dem Halbfinalauftritt sagte die Jurorin Sylvie van der Vaart aufgewühlt, dass Jörg so bleiben solle, wie er sei, und dass er es verstehe, die Leute zu ergreifen. Poptitan Dieter Bohlen, der des Öfteren ganz übellaunige Töne für das Können einiger Kandidaten findet, appellierte derweil an Jörg: «Ich hoffe, du fasst das als zweite Chance auf. Widme dich der Musik. Dein ganzes Leben ist vor dir. Mach was daraus.» Oma und Schwester sind stolz Jörg Perreten verbrachte als Kind viel Zeit bei seiner Grossmutter in Lauenen und besucht sie heute noch ab und zu. «Ich hab ihm immer gesagt, dass jeder junge Mensch in das Leben hinausgehen soll», sagt Frieda Perreten. Vielleicht ist gerade «Das Supertalent» dieser Schritt. «Ich würde es ihm von Herzen gönnen, wenn er etwas aus der Teilnahme am Supertalent machen könnte» , sagt sie. Obwohl Jörg sie angerufen und gefragt habe, ob sie am Finale dabei sein wolle, ist Grossmutter Perreten nicht nach Köln gereist; sie verfolgt den Auftritt ihres Enkels am Fernsehen mit. Hingegen wird Jörgs Schwester Bianca den heutigen Auftritt live vor Ort mitverfolgen. «Ich freue mich wahnsinnig, dass er sein Talent zeigen kann.»Luzia Kunz Final von «Das Supertalent» heute Samstag um 20.15 Uhr auf RTL. Aus dem Kanton Bern tritt auch der Muriger Jungpianist Ricky Kam (6) auf. >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch