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«Ein reines Gewissen»

FrauenboxenDie Bern-

Boxen ist nicht der typische Frauensport. Was hat Sie bewogen, damit zu beginnen? Aniya Seki: Ich bin eine sehr introvertierte Person. Meine Mutter und mein Lehrer glaubten, dass Kampfsport mir helfen würde, mich besser zu integrieren. Daher begann ich schon früh mit Judo und Karate. Vor vier Jahren wechselte ich dann zum Boxen. Und was motiviert Sie heute? Ich weiss, dass das Boxen nicht gesund ist, aber es ist nun mal meine Leidenschaft. Zudem habe ich bei den Boxing Kings mit Yves Studer und Momo Belkacem zwei grossartige Boxer, die mir als Inspiration dienen. In Ihrem zweiten Profikampf waren Sie völlig überfordert; schon in der ersten Runde wurde er abgebrochen. Wie haben Sie dieses Frusterlebnis verarbeitet? Ich hatte einen schlechten Tag, möchte diese Erfahrung aber nicht missen. Niederlagen gehören auch zum Leben – wichtig ist, dass man daraus etwas lernt. Ich habe das Erlebnis gut verarbeitet und seither mit meiner damaligen Bezwingerin Sparring gemacht und mir bewiesen, dass sie nicht unschlagbar ist. Seither haben Sie zehn Kämpfe in Folge gewonnen. Woher kommen die Fortschritte? Ich bin sicher besser geworden, aber ich muss auch zugeben, dass die meisten Gegnerinnen eher schwach waren. Doch ich habe ein reines Gewissen: Fast alle Boxerinnen, die heute Titel tragen, haben zuerst etliche leichte Kämpfe absolviert, um das Selbstvertrauen aufzubauen. Welche Ziele verfolgen Sie als Boxerin? Mir ist angeboten worden, in Spanien um den EM-Titel zu boxen. Aber obwohl meine Mutter Schweizerin ist, warte ich noch auf den Schweizer Pass. In Deutschland ist Frauenboxen seit Regina Halmich etabliert. Ist es Ihr Traum, einmal im deutschen Fernsehen zu kämpfen? Nein, in Deutschland hat es genügend erfolgreiche Boxerinnen. Ich möchte mithelfen, in Bern etwas aufzubauen, und hier populär werden.Interview: ar >

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