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Ein schlechter Vergleich

Ausgabe vom 18. November «Überlebende sahen keine Gefahr» Das Unglück an der Jungfrau hat wohl alle tief erschüttert. Was ich aber am 18. November im «Berner Oberländer» gelesen habe, hat mich erneut schockiert. Sagt doch der verantwortliche Bergführer, er sehe ja nicht aus wie ein Selbstmörder. Ja, wie stellt sich dieser Verantwortliche einen Selbstmörder vor, wie sieht der aus? Meistens sind das äusserst sensible Menschen, die bei solchen Verhältnissen die Verantwortung, eine Hochgebirgstour zu machen, nicht auf sich nehmen würden. Um glaubwürdig zu sein, sollte ein Verantwortlicher nicht solche Äusserungen machen. Elisabeth EggerGrindelwaldGrundregeln missachtet Ausgabe vom 21. November «Auf der ganzen Linie freigesprochen» Der Freispruch des Gerichtes ist für mich absolut unverständlich, und ein Skandal. Die zwei Bergführer haben meines Erachtens grobfahrlässig gehandelt. 1. Es gibt eine Grundregel, dass der erste Schönwettertag nach einem starken Schneefall immer der Gefährlichste ist. 2. Der Schnee konnte sich in diesen wenigen Stunden bis zum Unfall niemals genügend verfestigen. 3. Muss man bei solchen Verhältnissen bis eine Woche auf Touren verzichten. 4. Es ist bekannt, dass der Hang ein Lawinenhang ist. 5. Man kommt nach dem 3x3 Lehrbuch an diesem Tag niemals auf die Stufe unter 1. 6. Man muss in den Bergen umdrehen können, auf ein Ziel verzichten. 7. Die vernünftigen Alpinisten sind an diesem Tag bei der Hütte geblieben. 8. Die Verunglückten wurden bei der Hütte gewarnt. Wie schon Edward Wymper, der Erstbesteiger des Matterhorns, sagte: Ein Augenblick der Nachlässigkeit kann das Glück eines ganzen Menschen zerstören. Darum, übereile dich nie, und denke am Anfang immer wie das Ende sein kann. Raphael Wellig Bern>

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