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Ein schmerzhafter Aufwandüberschuss

GurzelenDie Rechnung 2010 schliesst mit einem Defizit von 142 894 Franken ab. Eine Erhöhung der Gemeindesteueranlage wird nun ernsthaft geprüft.

Schlechte Kunde für Gurzelens Steuerzahler: Wie schon im Vorjahr 2009 schliesst die Gemeinderechnung 2010 abermals mit einem Ausgabenüberhang ab. Dieser steht bei einem Gesamtertrag von 2482919 Franken mit einem Aufwandüberschuss von 142894 Franken zu Buche. Der Voranschlag 2010 rechnete mit Mehrausgaben um 15860 Franken. Demgegenüber ergibt sich eine Schlechterstellung von 127034 Franken. Als hauptsächlichen Grund nennt Gemeindekassierin Katrin Reber massiv tiefer eingegangene Einkommenssteuern und deutlich höher ausgefallene Kosten im Bildungswesen. Ein kleiner Trost zeichnet sich dennoch ab. «Wir sind zumindest in der angenehmen Situation, den Fehlbetrag dem Eigenkapital zu entnehmen. Dieses beträgt nach Verbuchung des negativen Ergebnisses immer noch gute 864000 Franken», versuchte Reber zu relativieren. Rat nimmt Situation ernst «Was machen wir falsch? Was lässt sich in erster Linie dagegen tun, um unseren Finanzhaushalt wieder ins Lot zu bringen?», Diese Fragen stellte Gemeindepräsidentin Erika Kaufmann in den Raum. Ein vom Gemeinderat beigezogener Finanzberater brachte an den Tag, dass Gurzelen im Vergleich mit umliegenden Gemeinden im Ausgabenbereich die tiefsten Kosten je Einwohner aufweist und punkto Gemeindesteueranlage mit 1,69 Einheiten in etwa im Mittelfeld steht. «Als Folge der Revision des Filag wird Gurzelen mit tieferen Beitrag aus dessen Fonds rechnen müssen, ist dem Gemeindeblatt «Gurzele-Poscht» zu entnehmen. Der Gemeinderat nimmt die Situation sehr ernst. Eines muss gesagt werden: Die budgetierten Kosten wurden streng eingehalten, und weitere Kosteneinsparungen sind kaum möglich. Folglich wird es Gurzelen nicht erspart bleiben, die Gemeindesteueranlage von bisher 1,69 Einheiten um mindestens einen Steuerzehntel heraufzusetzen. Die Jahresrechnung passierte diskussionslos und einstimmig. Einstimmig heisst, es waren an der Versammlung nebst dem Gemeinderat nur sieben Stimmberechtigte zugegen. Die Versammlung dauerte nur eine halbe Stunde.Erwin Munter>

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