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«Ein schwarzer Tag für uns»

Die Schliessung der Kartonfabrik Deisswil kommt für den Stettler Gemeindepräsidenten Lorenz Hess (BDP) überraschend.

Was bedeutet das Ende der Kartonfabrik Deisswil für Stettlen? Vom mensch- lichen Standpunkt her ist dies der schwärzeste Tag seit langem für die Region. Ein wichtiger Arbeitgeber, ein Markenzeichen geht verloren. Im Vordergrund stehen für mich die Schicksale der Mitarbeiter. Für Stettlen ist die Fabrik der grösste juristische Steuerzahler. Drohen finanzielle Probleme? Ein guter Jahresabschluss der Kartonfabrik konnte den Gemeindehaushalt entscheidend verbessern. Die Einnahmen waren aber je nach Rohstoffpreis sehr schwankend. Wir konnten uns nicht darauf verlassen, dass grosse Summen fliessen würden. Zum jetzigen Zeitpunkt gehe ich deshalb nicht davon aus, dass die Schliessung grundlegende Auswirkungen auf unsere Finanzen haben wird, sprich eine Steuererhöhung notwendig wird. Kommt die Schliessung für Sie überraschend? In dieser Abruptheit und zu diesem Zeitpunkt schon. Die Probleme waren zwar bekannt, doch waren die Arbeiter hoch motiviert, die Geschäftsleitung innovativ. Erst vor wenigen Jahren wurden Investitionen in neue Maschinen getätigt. Was wird die Gemeinde nun unternehmen? In den ersten Tagen können wir nichts machen. Wichtig ist, dass der Konzern einen Sozialplan erarbeitet. In der Gemeinde werden wir die Auswirkungen erst später erfahren – schlimmstenfalls im regionalen Sozialdienst. Interview: Sandra Rutschi>

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