Zum Hauptinhalt springen

Ein Wechsel nach beinahe 40 Jahren

SpiezPeter und Gertrud

Der Oktober 1973 war ein bedeutender Zeitpunkt für das Ehepaar Neuenschwander: An diesem Tag hat Peter Neuenschwander die Führung der damaligen Bahnhofdrogerie übernommen. Anfangs handelte es sich um eine technische Drogerie, mit den Jahren ist daraus schliesslich die Apotheke Drogerie Spiez AG geworden, die auch Kosmetik- und Parfümerieartikel anbietet. «Zu Beginn arbeiteten dort nur meine Frau und ich mit einem Lehrling, mittlerweile besteht unser Team aus zehn Personen», erklärt Peter Neuenschwander. Seine Ehefrau kommt ursprünglich aus dem Bankenwesen und konnte sich deshalb um die organisatorischen Angelegenheiten und Büroarbeiten kümmern. Attraktiverer Standort In fast einem halben Jahrhundert haben sich viele schöne Erinnerungen angesammelt. Der gelernte Drogist beschreibt: «Es war eine extrem spannende, wenn auch sehr arbeitsintensive Zeit. Wir haben viel Engagement in die Arbeit gesteckt und haben im Gegenzug sehr dankbare und treue Kunden erhalten.» Einer der Höhepunkte für Neuenschwander war es, die kleine Drogerie zum heutigen Geschäft auszubauen. Aber auch die täglichen Herausforderungen mit den Kunden hätten seine Arbeit besonders gemacht. Seit der Übernahme der Drogerie gab es aber für das Ehepaar nicht nur schöne Erlebnisse, denn sie mussten auch schwierige Entscheidungen treffen. «Es hat sich viel verändert» Die wohl schwerwiegendste sei der Umzug von der Bahnhofstrasse an die Oberlandstrasse vor zwölf Jahren gewesen. «Als die Migros gebaut wurde, hat sich viel verändert. Wir wollten das Geschäft nicht einfach zugrunde gehen lassen, sondern etwas verändern.» Und die Entscheidung, umzuziehen, erwies sich als richtig; denn seitdem seien sie an einem viel attraktiveren Standort mitten im Zentrum. «Nun sind wir direkt bei den Leuten», ergänzt der 65-Jährige schmunzelnd. «Ein sehr schönes Gefühl» Ende Dezember werden Peter und Gertrud Neuenschwander allerdings das Zepter übergeben und in Pension gehen. «Für uns ist es ein sehr schönes Gefühl, dass man den eigenen Betrieb überhaupt weitergeben kann.» Dass der neue Geschäftsführer der Drogerie, Christian Hänni, ein ehemaliger Lehrling ist, macht die beiden besonders glücklich. Mit ihm wird auch Silvia Kohler die Nachfolge der Apotheke, welche sie mitgegründet hat, übernehmen. «Ich habe die gemeinsame Zeit sehr genossen und konnte enorm von den Erfahrungen des Ehepaars profitieren», erklärt sie. Auch der neue Geschäftsführer freut sich darauf, das eine oder andere bekannte Gesicht wieder im Geschäft begrüssen zu dürfen. «Es wird nicht langweilig» Das Ehepaar Neuenschwander wird im neuen Jahr nicht mehr aktiv am Tagesgeschehen beteiligt sein, aber den beiden Nachfolgern stets für Rat und Auskünfte zur Verfügung bleiben und auch den Lehrling bis zum Ende der Ausbildung betreuen. Dass es Peter Neuenschwander ohne seine Arbeit langweilig wird, kann er sich nicht vorstellen. «Meine Frau und ich wollen gemeinsam einen Italienischkurs besuchen und auch sonst werde ich meinen Freizeitbeschäftigungen, beispielsweise Kalligrafie oder lesen, nachgehen», erklärt Peter Neuenschwander, der ein gebürtiger Emmentaler ist. Kontakte und Vertrauen Doch auch wenn er sich sehr auf den neuen Lebensabschnitt freut, ist sich der Drogist sicher, dass ihm einige Dinge fehlen werden. Dazu würden besonders die Kundenkontakte gehören und das entgegengebrachte Vertrauen, auf welches er sich in all den Jahren verlassen konnte. Peter Neuenschwander ist es wichtig, die Kunden wissen zu lassen, dass es mit dem Betrieb weitergeht. Und was wünscht das Ehepaar seinen Nachfolgern? «Wir hoffen, dass ihnen die Aufgabe genau so viel Freude und Befriedigung geben wird wie uns. Und natürlich auch, dass die Kunden ihnen ebenso viel Vertrauen schenken.» Jeanine Salzmann>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch