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Ein «Zauber-Akkordeon» reist um die Welt

THUNIm zweitletzten Fenster des Thuner Adventskalenders nahm Simone Oberrauch das Publikum in brillanter

Das Chalet Salon de Réunion im Tertianum Bellevue-Park platzte am Donnerstagabend aus allen Nähten. Bei 90 Sitzplätzen waren rund 140 Personen gekommen, um der zweitletzten Türchenöffnung des Thuner Adventskalenders in diesem Jahr beizuwohnen. Sie wurden wahrhaftig nicht enttäuscht. Die Musikerin, Schauspielerin und Performerin Simone Oberrauch nahm das Publikum auf die Reise eines Akkordeons durch verschiedene Länder und Kulturen mit. Die Künstlerin spielte, sang, tanzte und erzählte. Ein «Zauber-Akkordeon» Die geheimnisvolle Harmonika begegnet auf ihrer musikalischen Reise durch verschiedene Länder, Kulturen und Sprachen Menschen mit ihren Sorgen und Freuden. So trifft das Akkordeon auf Jana, die Zigeunerin, welche ganz traurig ist, weil sie ihren Hund vermisst. Als diese die Harmonika sieht, beginnt sie darauf eine slawische Melodie zu spielen. Und siehe da, der Vierbeiner taucht wieder auf. Oberrauch führt die darauffolgenden Freudensprünge der Zigeunerin in einem wahren tänzerischen Feuerwerk auf. Trauriger stimmt vorerst der Abstecher in eine Stadt, wo das Musikinstrument auf den blinden Bettler Pepe trifft. Als dieser darauf zu spielen beginnt, erhellt sich auch sein Gemüt. Angekommen in einer Hauptstadt, spielt die Künstlerin das Hupen der Autos auf dem Akkordeon täuschend ähnlich. Anschliessend schleicht dieses auf die Bühne des Zauberers Mister Magic und lässt sich von dessen Künsten bezirzen. Müde begibt sich die Harmonika in einen Park, wo sie die schluchzende Mademoiselle Petite antrifft, die um ihren verstorbenen Freund trauert. Nachdem sie einfach auf den Schoss des betrübten Mädchens gesprungen ist, beginnt dieses, in die Tasten zu greifen, und die Traurigkeit verfliegt. Die Kapriolen des Zirkusclowns Fru Fru und die Kunststücke mit seinem Hut wirken so echt, dass das Publikum dazwischen Beifall klatscht. Nach ein paar Tagen sei sie, die Harmonika, weitergezogen, habe ein altes Haus betreten, dessen Türe offen stand. Sie habe sich hingelegt und sei eingeschlafen, kam das Instrument zum Schluss der Geschichte. «Wissen Sie, wo ich aufgewacht bin? Im Salon de Réunion!» Das Publikum bedankt sich mit anhaltendem Applaus. Positive Bilanz Mitorganisator Franz Schär zieht eine positive Bilanz des diesjährigen Adventskalenders: «Durchschnittlich besuchten seit dem 1.Dezember rund 120 Personen die allabendlichen Anlässe», freut er sich. Wie beliebt diese sind, zeigt auch die Aussage eines begeisterten Ehepaars: «Heuer fehlten wir nur dreimal, letztes Jahr haben wir keine Vorstellung verpasst.»Hans Koppwww.simone-oberrauch.com>

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