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Eine Lösung für Übergang gefunden

Der Bahnübergang Laubegg in Zweisimmen soll nun doch aufgehoben werden. Nach der Mitwirkung gingen die Planer nochmals über die Bücher und erhielten Aufwind durch eine Interpellation des Krattiger Ständerats Luginbühl.

Nach einem fast vierjährigen, schwierigen Prozess um die Zukunft des Simmentaler Bahnübergangs Lee-Laubegg scheinen die Projektbeteiligten nun eine Lösung gefunden zu haben, die für alle akzeptabel ist. Beim Projekt «Sanierung Lee-Laubegg» sind unter anderem Vertreter der Bergregion Obersimmental-Saanenland, des Gemeinderats Zweisimmen, vom Verein Pro Simmental, vom kantonalen Amt für Wald und Naturschutzinspektorat mit dabei. Kreisoberingenieur Markus Wyss informierte sie gestern über den aktuellen Stand. «Variante light» Worum gehts konkret? Der Regierungsrat verabschiedete vor 9 Jahren die Korridorstudie Simmentalstrasse. Eines der darin enthaltenen Projekte ist die Aufhebung des gefährlichen Bahnübergangs Laubegg mit einem neuen, gut 700 Meter langen Strassenstück und einer Brücke über Simme und Bahn. Das geplante Trassee bedingte jedoch die Rodung von 5000 Quadratmetern Wald. Nachdem die nötige Rodungsbewilligung nicht in Aussicht gestellt wurde, krebste die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion widerwillig zurück. Verfolgt wurde darum ein Projekt, das von einer Aufhebung des Bahnübergangs absieht. Das Problem sollte mit der Sanierung des Bahnübergangs gelöst werden. Damit war jedoch unter anderem die Region überhaupt nicht einverstanden. «Bereits während der Mitwirkung haben unsere Planer nochmals nach einem Ausweg gesucht und die ‹Variante light› zur Aufhebung des Bahnübergangs gefunden», sagte Markus Wyss. Diese Variante sieht eine Querung der Simme mit einer Brücke sowie eine anschliessende Querung des Bahngleises mit einem schmalen Überführungsbauwerk nur rund 120 m oberhalb der Laubeggbrücke vor. Die neue Variante beginnt kurz vor der Laubeggbrücke und dem umstrittenen Bahnübergang, umfährt diese rechtsufrig und führt nach der Überquerung der Simme und der Bahn wieder auf der Simmentalstrasse bis zur Abzweigung nach Grubenwald. Das neue Strassenstück wird rund 300 Meter und der Ausbau der bestehenden Strasse rund 400 Meter lang werden. Deshalb müssen nun weniger als 1000 Quadratmeter Wald gerodet werden, was eine Ersatzaufforstung möglich macht. Hinter dem neuen Projekt stehen nicht nur die Gemeinde Zweisimmen und die Bergregion, sondern auch auch die verschiedenen Naturschutzämter- und Organisationen. «Wir sind uns sicher, eine genehmungsfähige Lösung gefunden zu haben», sagt Wyss. Zirka in einem Jahr soll das Projekt öffentlich aufgelegt werden. Der Kreisoberingenieur hofft auf eine Baubewilligung im Frühling 2011. «Läuft alles rund, sollte der Grosse Rat im Juni 2011 den Kredit sprechen. Die Kosten dürften bei 7 bis 9 Millionen Franken liegen», sagt Wyss.Sarah McGrath-Fogal>

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