Zum Hauptinhalt springen

Eine Million über dem Budget

wilderswilEinstimmig genehmigte die Gemeindeversammlung die Rechnung 2010. Diese schliesst eine Million Franken besser ab , als dies das Budget vorgesehen hatte.

Eigentlich hatte die Gemeinde Wilderswil für 2010 mit einem Aufwandüberschuss von 118855 Franken gerechnet. Tatsächlich aber schloss die Rechnung mit 53 124 Franken Ertragsüberschuss – und das nach zusätzlichen Abschreibungen von 900000 Franken. «Effektiv beträgt die Besserstellung gegenüber dem Budget also 1071979 Franken», rechnete der sichtlich gut gelaunte Finanzvorsteher Markus Hafner an der Gemeindeversammlung vom Montag vor. Als Gründe nannte Hafner zum einen geringere Ausgaben in allen Ressorts, sodass der Aufwand von 8,88 Millionen Franken insgesamt 294432 Franken tiefer ausfiel als budgetiert. Zur grössten Abweichung führte aber der Steuerertrag, der bei den natürlichen Personen, den Liegenschafts- und den Quellensteuern und insbesondere bei der Ruag weit über den Erwartungen lag – um insgesamt 777547 Franken. Steuersenkung prüfen Auf Antrag des Gemeinderates brauchten die 27 anwesenden Stimmberechtigten den unerwarteten Geldsegen für 900000 Franken zusätzliche Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen. «Damit haben wir nun alles abgeschrieben bis auf 1,4 Millionen Franken für das frisch sanierte Schulhaus», sagte Hafner. Auch beim Eigenkapital steht die Gemeinde mit 2,6 Millionen Franken (11,5 Steuerzehnteln) weit über dem kantonalen Richtwert von 5 bis 8 Steuerzehnteln. Die Versammlung genehmigte die Rechnung diskussionslos. Unter «Verschiedenem» bat Marianna Lehmann namens der FDP den Gemeinderat, angesichts der seit Jahren guten Rechnungsergebnisse eine Steuersenkung zu prüfen. Gemeindepräsident Eduard Schild erklärte, auch der Gemeinderat denke an eine Steuersenkung – «sofern dies die anstehenden Investitionen zulassen». Kredite für Infrastruktur Ebenfalls diskussionslos genehmigte die Versammlung 420000 Franken für die Sanierung sämtlicher Werkleitungen in der Kupfergasse, wo es nach dem schweren Baustellenverkehr der letzten Jahre und Senkungen in der Strasse wiederholt zu Rohrbrüchen gekommen war. Und 310000 Franken genehmigte die Versammlung für die Trafostation Mühlenenfeld, welche die geplante Überbauung der Hotel Restaurant Luna AG mit Strom versorgen soll. Gemeindepräsident Eduard Schild orientierte über die Mitwirkung zur Umfahrung Wilderswil (siehe Hinweis in dieser Zeitung von gestern Dienstag) und stellte zufrieden fest, dass der geplante Tunnel Wilderswil nicht nur die lang ersehnte Entlastung vom Durchgangsverkehr in die Lütschinentäler bringen, sondern auch verschiedene Hochwasserverbauungen im Dorf ersparen würde. Sibylle Hunziker>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch