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Einigung zu spät

Tarife 2012Obwohl sich nun eine Einigung der Berner Krankenkassen und Spitäler abzeichnet, muss der Kanton in die Bresche springen.

Die Zeichen stehen gut, dass sich die Spitäler im Kanton Bern zumindest mit den hiesigen Krankenkassen doch noch auf einen Tarif für 2012 einigen können (siehe gestrige Ausgabe). Allerdings werden die neuen Tarife so oder so nicht mehr auf 1.Januar 2012 in Kraft treten. Dies erklärt Annamaria Müller, Leiterin des Spitalamts: Der Regierungsrat müsse die Tarife von Gesetzes wegen prüfen und sicherstellen, dass sie angemessen seien. Dabei komme stets auch der Preisüberwacher zum Zug. Diese Prüfung dauere mehrere Wochen, so Müller. Deshalb werde Bern wie die meisten Kantone nicht darum herumkommen, vorsorglich einen «Abrechnungspreis» festzulegen. Das Spitalamt wird ihn demnächst erlassen. Dieser Preis soll sicherstellen, dass die Spitäler ab Neujahr zu ihrem Geld kommen. Der Preis hat keine Rechtskraft und wird durch den neuen «richtigen» Tarif ersetzt, sobald dieser von der Regierung genehmigt worden ist. Risiken bei Rechtshändeln Anders läuft es in jenen Fällen, in denen sich Spitäler und Krankenkassen nicht einigen können: Hier muss die Regierung einen Tarif festsetzen, der vermutlich auf dem Rechtsweg bekämpft wird, sodass der provisorische Abrechnungspreis längere Zeit gültig ist. Das trifft zumindest auf das Inselspital sicher zu, das die Verhandlungen mit den Krankenkassen abgebrochen hat. Auf jeden Fall würde der neue «richtige» Tarif laut Müller rückwirkend in Kraft treten, sodass die Spitäler – je nachdem der Tarif höher oder tiefer ist als der Abrechnungspreis – Geld zurückzahlen müssen oder zusätzlich erhalten. Zur Höhe des Abrechnungspreises sagt Müller noch nichts. Bisher im Raum steht der Tarif, den die Spitäler mit Helsana, Sanitas und KPT vereinbart haben; diesen erachtet Müller als realistisch. fab >

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