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Abwasser pumpen statt filtern

Im Kampf gegen Mikroverunreinigungen möchte das kantonale Amt für Wasser und Abfall die beiden ARA von Wanzwil und Wangen verbinden, das Abwasser nach Wangen pumpen und eine Anlage abbrechen. Widerstand regt sich.

Die ARA in Wanzwil soll nicht aufgerüstet werden, sondern könnte vielmehr zu einem grossen Teil zurückgebaut werden.
Die ARA in Wanzwil soll nicht aufgerüstet werden, sondern könnte vielmehr zu einem grossen Teil zurückgebaut werden.
Thomas Peter

Die Abwasserreinigungsanlagen (ARA) filtern problematische Spuren chemischer Produkte nicht oder nur teilweise aus dem Wasser. Überreste von Medikamenten, Pflege- und Schönheitsmitteln oder Lebensmittelzusatzstoffen sollen aber künftig grösstenteils nicht mehr im Wasser schwimmen.

Die Politik hat mit der neuen Gewässerschutzverordnung die gesetzliche Grundlage dafür geschaffen, schweizweit 100 Kläranlagen mit teuren Filtersystemen aufzurüsten. Um diese Massnahme finanzieren zu können, zahlen die ARA-Betreiber ab nächstem Jahr jeweils 9 Franken maximal jährlich pro Einwohner in ihrem Einzugsgebiet in einen Topf. «Für uns entstehen so jährlich Kosten von 139'000 Franken», erklärt Hans-Jörg Köchli, EWK-Geschäftsführer und Präsident der Delegiertenversammlung des Gemeindeverbands ARA Region Herzogenbuchsee.

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