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Asylzentrum: «Wir halten den Entscheid für falsch»

Das geplante Asylzentrum sorgte an der Gemeindeversammlung für viel Gesprächsstoff.

«Wir sind wild entschlossen, mit allen legalen Mitteln Widerstand zu leisten», fasste Gemeindepräsident Peter Jordi an der Gemeindeversammlung die Stimmung in den Behörden und in der Verwaltung zusammen. Nach dem Bekanntwerden der Absicht des Kantons, im «Gerlafingerhof» ein Zentrum für 50 Asylbewerber zu errichten, hatte Jordi viele Reaktionen aus der Bevölkerung erhalten. In grosser Übereinstimmung hätten sie ihn und den Gemeinderat darin unterstützt, sich gegen dieses Vorhaben zu wehren. «Wir alle halten den Entscheid des Kantons für falsch», sagte er im Namen des Gemeinderates. Zu Wochenbeginn habe die Gemeinderatskommission im Rahmen einer Sondersitzung das weitere Vorgehen festgelegt. Ab sofort werde an den Dorfeingängen mit Plakaten darauf aufmerksam gemacht, dass in Gerlafingen kein Asylzentrum erwünscht sei. Der Gemeindepräsident erinnerte daran, dass der Widerstand der Gerlafinger schon mehrfach erfolgreich war. Die älteren Versammlungsbeteiligten wussten noch um den heftigen Protest gegen die knapp hinter der Kantonsgrenze auf Zielebacher Boden projektierte Sondermüllverbrennungsanlage oder an den Kampf der Bevölkerung für das Stahlwerk.

Hoher Ausländeranteil

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