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Bahnhof-Areal soll attraktiver werden

Ein grosser Brocken wartet auf Huttwil: Das Bahnhof-Areal soll umgestaltet werden. Zur Diskussion steht etwa eine Park-and-ride-Anlage auf dem Vorplatz. Das Projekt wird mit der derzeit laufenden Ortsplanungsrevision koordiniert.

Nicht nur die morgigen Wahlen sorgen in Huttwil für Gesprächsstoff – auch die geplante Umgestaltung des Bahnhofareals ist in aller Munde. Wie es dereinst aussehen könnte, will die Gemeinde noch nicht verraten. Fest steht bloss: Das Gebiet rund um den BLS-Bahnhof soll «attraktiver» werden. Dieses Ziel hat Huttwil im aktuellen Mitwirkungsbericht zur Revision der Ortsplanung so formuliert. Gemeindeschreiber Martin Jampen bezeichnet das Bahnhofareal denn auch als «Knackpunkt» der Ortsplanungsrevision. Park and Ride am Bahnhof?

Mehr über die Pläne rund um den Bahnhof verrät hingegen BLS-Mediensprecher Hans Martin Schaer. Die BLS möchte den Huttwiler Bahnhof automatisieren und zu diesem Zweck neue Gleisanlagen und ein computerisiertes Stellwerk installieren. Zudem sollen die Perronhöhen und die Zugänge den gesetzlichen Regelungen angepasst werden. Schaer schränkt aber ein: Das Projekt befinde sich in einer Vorphase, öffentlich aufgelegt werde es wohl erst 2010. Zur Diskussion steht weiter eine Park-and-ride-Anlage.

Seit Jahren in Huttwil ein Thema sind die vielen Bahnübergänge. Im Rahmen der Ortsplanungsrevision soll nun geprüft werden, ob einige aufgehoben und durch alternative Querungen ersetzt werden können. BLS-Mediensprecher Schaer ist skeptisch: In Ortszentren sei es wegen der dichten Bebauung sehr schwer, Bahnübergänge zu ersetzen. Zudem seien die Kosten – die meist die Gemeinde tragen müsse – für eine Unter- oder Überführung sehr hoch.

Drohender Mehrverkehr

Doch nicht nur rund um den Bahnhof dürfte sich in den nächsten Jahren in Huttwil einiges ändern. Die Revision der Ortsplanung nimmt auch den Verkehr unter die Lupe. Pro Tag passieren 9000 Fahrzeuge das Zentrum des Blumenstädtchens. Experten rechnen für 2020 mit 11000 Fahrten. «Für unsere Verhältnisse ist das viel», sagt Gemeinderatspräsidentin Therese Löffel. Man wolle deshalb den Verkehr verstetigen, ergänzt Gemeindeschreiber Jampen. Eine Möglichkeit sind laut Mitwirkungsbericht Einbahnstrassen. Eine Lösung im Bereich des Verkehrs wird umso wichtiger, wenn Huttwil weitere Ziele der Ortsplanungsrevision erreichen will: mehr Einwohner. Diese bescheren einer Gemeinde nicht nur zusätzliche Steuereinnahmen, sondern auch zusätzlichen Verkehr.

Um das Land für Zuzüger hingegen braucht sich Huttwil keine Sorgen zu machen. Der aktuelle Zonenplan weist etwa 12 nicht genutzte Hektaren für Wohnen und Dienstleistungen aus. Gemäss Gemeindeschreiber Jampen liegt das grösste «Entwicklungspotenzial» im Gebiet des Südhangs.

Schlankeres Baureglement

Damit das Potenzial ausgeschöpft werden kann, will Huttwil das Baureglement schlanker gestalten. Es soll mit weniger Regeln auskommen. «Wir wollen aber nicht um jeden Preis wachsen», betont Löffel. Man müsse nachhaltig denken. Schliesslich bleibe die revidierte Ortsplanung für die nächsten 15 Jahre gültig. Die letzte Revision datiert aus den 90er-Jahren.

Öffentliche Auflage der Ortsplanungsrevision bis zum 3.November auf der Gemeindeschreiberei. Während der Frist können Mitwirkungseingaben gemacht werden. Informationsanlass: Montagabend um 19.30 Uhr im Stadthaussaal.

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