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«Biblere» bleibt in Burgdorf

Seit Ersigen die Gemeindebibliothek nach Burgdorf ausgelagert hat, leihen die Ersigerinnen und Ersiger viel mehr Bücher aus.

Reger Zulauf: Die Burgdorfer «Stadtbiblere».
Reger Zulauf: Die Burgdorfer «Stadtbiblere».
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Vor gut zwei Jahren hat Ersigen beschlossen, die unrentable Gemeindebibliothek in die Burgdorfer Stadtbibliothek zu integrieren. 142 Ersigerinnen und Ersiger liehen in der «Biblere» der Emmestadt im ersten Jahr der Zusammenarbeit 6261 Medien aus. Ein Jahr später wurden von 159 Kundinnen und Kunden aus Ersigen 5670 Ausleihen getätigt.

«Vor der Ausgliederung der Gemeindebibliothek waren die Frequenzen in Ersigen um ein Vielfaches tiefer», teilt der Gemeinderat mit. Aufgrund dieser Steigerung habe er die versuchsweise betriebene «Fusion» nun in eine unbefristete Zusammenarbeit umgewandelt.

Ziga Kump, der Leiter der 1729 erbauten und 1994 renovierten «Stadtbiblere», spürt den Neuzugang aus Ersigen «weder im Positiven noch im Negativen gross». Die Kundschaft der Stadtbibliothek habe schon vorher zu rund 50 Prozent aus Leuten bestanden, die nicht in Burgdorf leben.

«Zu klein zum Leben»

Für das Ersiger «Anlehnungsbedürfnis» hat Kump Verständnis: «Eine Bibliothek zu betreiben, lohnt sich nur für Gemeinden ab einer bestimmten Grösse», sagt er. Mit weniger als 5000 Einwohnern lohne sich für sie eine Bibliothek kaum. Das Budget und das Angebot seien «in der Regel zu klein zum Leben und zu gross zum Sterben». Es werde auch «zunehmend schwieriger, ehrenamtliche Mitarbeiterinnen zu finden», auf die Kleinstausleihen angewiesen seien. Ersigen entschädigt Burgdorf für das Führen der Gemeindebibliothek mit 6000 Franken pro Jahr. Rüdtligen-Alchenflüh, das seine «Biblere» ebenfalls von Burgdorf betreiben lässt, bezahlt dafür aufgrund der höheren Einwohnerzahl 8400 Franken.

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