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Biketec baut schneller, als die Amtsmühlen mahlen

Der Biketec-Höhenflug in Huttwil hält an: Während kürzlich der Bau einer neuen, acht Millionen teuren Halle begonnen hat, steht für die Flyer-Produzentin bereits die nächste Erweiterung zur Debatte. Landreserven sind vorhanden.

Die Bagger sind aufgefahren: Die Biketec baut in Huttwil eine neue Halle. Firmenchef Kurt Schär braucht mehr Platz für die Flyer-Produktion.
Die Bagger sind aufgefahren: Die Biketec baut in Huttwil eine neue Halle. Firmenchef Kurt Schär braucht mehr Platz für die Flyer-Produktion.
wpf

Während manche Firmen unter der Krise leiden, laufen die Geschäfte bei der Flyer-Produzentin Biketec in Huttwil wie geschmiert. Vor kurzem sind in der Schwende die Baumaschinen aufgefahren: Bis Ende Jahr soll neben der ursprünglichen Flyer-Fabrik ein neuer Anbau entstehen. Die Hallen mit zusätzlichem Lagerraum kosten rund acht Millionen Franken.

Ständig Platznot

Die Bagger haben vor anderthalb Wochen schon mit dem Aushub begonnen, obwohl erst eine provisorische Bewilligung vorliegt. Biketec-Geschäftsführer Kurt Schär wollte nicht mehr länger warten: Denn schon kurz nach der Eröffnung der Flyer-Fabrik im Sommer 2009 war diese zu klein – die Verkaufszahlen sind regelrecht explodiert. Die Platznot überbrückt die Firma seither mit angemieteten Geschäftsräumen in der Nachbarschaft – unter anderem in der Liegenschaft der früheren Ruch Minder AG.

Keine Einsprache

Wegen des vorgezogenen Baubeginns kommt die Flyer-Produzentin aber nicht mit dem Gesetz in Konflikt. Aushubarbeiten seien schon mit einer provisorischen Baubewilligung erlaubt, erklärt Geschäftsführer Schär. Die definitive Baubewilligung dürfte in sechs Wochen vorliegen – und sie sollte eine Formsache sein: Denn gegen das Biketec-Baugesuch sind keine Einsprachen eingegangen. Bloss eine Rechtsverwahrung wurde beim Regierungsstatthalteramt Oberaargau deponiert. Diese verzögert den Terminplan aber nicht.

Bald eine Tiefgarage?

Und kaum haben die Arbeiten für die neue Fabrik begonnen, steht schon der nächste Ausbau zur Debatte. Laut Biketec-Geschäftsführer Schär wären in der Schwende Landreserven für ein zusätzliches Hochregallager vorhanden. Doch bei einem allfälligen weiteren Ausbau müssten die Parkplätze vor der Fabrik gezügelt werden. Zur Diskussion stünde dann allenfalls eine Tiefgarage.

Doch so weit ist es noch nicht. «Es ist zwar sehr schön, wenn die Firma ständig wächst», sagt Geschäftsführer Schär. Dennoch hätte er nichts dagegen, einmal ein Jahr ohne Bauarbeiten zu erleben.

Treffen die firmeneigenen Prognosen für die Verkaufszahlen zu, bleibt das aber ein frommer Wunsch. Allein in diesem Jahr wird Biketec bis zu 45'000 Elektrovelos produzieren. Das sind 17'000 Stück mehr als noch im letzten Jahr. Und für das kommende Jahr rechnen die Flyer-Auguren mit einem erneuten Anstieg gegenüber 2010 um fast 10'000 zusätzliche Flyer. «Wir wachsen auch in Zukunft», sagt Schär – allerdings nicht mehr so schnell wie bisher. Die Mitbewerber auf dem Markt seien mittlerweile zahlreicher und auch stärker geworden.

Touristen mit Wohnmobil

Nicht zuletzt deswegen setzt Biketec auf ein weiteres Standbein. Im Zuge der aktuellen Bauarbeiten sollen bei der Flyer-Fabrik auch mehr Stellplätze für Wohnmobile entstehen. Künftig werden Touristen, die in Huttwil ein Elektrovelo mieten und einige Tage dort verbringen wollen, bis zu sechzehn statt wie bisher nur acht Wohnmobile parken können.

Von solchen Touristen verspricht sich Geschäftsführer Schär einiges. Sie kämen mit einem teuren Auto und würden in der Region viel Geld ausgeben. Vor allem in Deutschland sei diese Sparte «extrem boomend».

In einschlägigen Reisemagazinen sind die Stellplätze in Huttwil laut Schär mittlerweile sogar erwähnt.

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