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Colani besucht seine Welt

Seit zwei Jahren führt der Thunstetter Jürg Bärtschi in Aarwangen ein kleines Colani-Museum. Am Dienstag war der grosse Designer höchstpersönlich zu Besuch.

Dynamische Formen und verrückte Ideen, die so verrückt vielleicht gar nicht sind: Das ist die Welt von Designer Luigi Colani. Ob Küchen, Sonnenbrillen, Uhren, Automobile, Flugzeuge oder Windräder: Kaum etwas, das der Meister der aerodynamischen Formen nicht schon entworfen und entwickelt hat. «Er müsste 300 Jahre alt werden, um alle seine Ideen verwirklichen zu können», sagt Jürg Bärtschi (53), selber grosser Bewunderer des exzentrischen Deutschen.

Bärtschi weiss, wovon er spricht. 27 war er, als sich Colani Mitte der 80er in Bern niederliess. Der Thunstetter, der in Aarwangen eine Automalerei betreibt, durfte damals eine Motorradverschalung für den Designer spritzen. Bald ist Bärtschi Colanis Schweizer Lackierer erster Wahl geworden – und aus einer losen Zusammenarbeit eine Freundschaft. Eine Freundschaft, die auch in Bärtschis Sammlung Ausdruck findet. Prototypen und Originalskizzen, Entwürfe und DVDs des grossen Designers sind in seinem kleinen Museum zu sehen, das er vor zwei Jahren oberhalb seiner Werkstatt eingerichtet hat. «Colanis Welt» ist das einzige dauerhafte Colani-Museum in der Schweiz. Und der Standort weit weg von den grossen Städten gar nicht so abwegig. Denn während seiner Berner Jahre hatte Colani oft in Bärtschis Werkstatt gearbeitet.

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