Zum Hauptinhalt springen

Die Ehefrau kommt noch vor dem Hund

Martin von Gunten aus Aarberg und sein Hund Online sind im Städtchen oft mit dem Elektromobil unterwegs. In seiner Gunst steht seine Ehefrau aber an erster Stelle.

Martin von Gunten mit seinem vierbeinigen Freund Online auf Spritztour.
Martin von Gunten mit seinem vierbeinigen Freund Online auf Spritztour.
ewr

Martin von Gunten (83) aus Aarberg und sein treuer Begleiter und Kamerad, der 17-jährige Jack Russell Terrier, mit dem etwas ausgefallenen Namen Online sind in den vergangenen Jahren zu unzertrennlichen Freunden geworden.

Von Gunten erinnert sich: «Ich habe Online vor 16 Jahren zum Geburtstag und zur Pensionierung erhalten. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass das wohl das idealste Geschenk war, das ich je zum Geburtstag erhalten habe.» Online sei ein zentraler Teil geworden in seinem Leben, so von Gunten. Ein geliebtes Familienmitglied, das man nicht mehr missen möchte. Nur eines ist dem 83-Jährigen wichtiger: «Meine Ehefrau, die steht selbstverständlich an erster Stelle», sagt von Gunten.

In der Zwischenzeit ist auch Online in die Jahre gekommen. «Er wurde zu meinem besten Kumpel, mit dem ich viel unternehme, ob mit dem Elektromobil, zu Fuss oder ganz einfach nur zum Spielen.»

Bewegtes Leben

Martin von Gunten musste in jungen Jahren mit seinen Eltern öfters den Wohnsitz wie auch die Sprache wechseln. Die ersten Monate in der ersten Klasse verbrachte er im Seeland, in Rapperswil. Dann zog die Familie nach Renens bei Lausanne, wo er sich ohne jegliche Französischkenntnisse durchschlagen musste. 1945 kam die Familie nach Aarberg. Hier beendete er die Schule und bildete sich anschliessend an der Handelsschule in Bern weiter. Nach längerer militärischer Ausbildung zog er nach Deutschland, wo er das Ziegeleihandwerk erlernte und die Meisterprüfung abschloss. Mehrere Jahre führte er die Ziegelei Aarberg und baute sie zu einem modernen Betrieb aus.

Im Laufe der Zeit wurde der Preiskampf aber immer grösser, und die Familie von Gunten sah sich 1995 gezwungen, den Betrieb einzustellen. Die nächste Generation, Elsbeth und Ueli Appenzeller-von Gunten, suchte neue Wege für die Nutzung der leer stehenden Räumlichkeiten und wurde fündig.

Mit Online auf Tour

Martin von Gunten musste sich in den letzten Jahren mehreren Bypass- und einer Hüftgelenkoperation unterziehen. Weil ihm das Gehen Mühe bereitet, der Hund aber ausreichend Bewegung braucht, schaffte er sich ein Elektromobil an. Ein stabiler Korb wurde als Beifahrersitz angebracht. So kann von Gunten mit seinem Vierbeiner verkehrsarme Strassen und Naturwege befahren. Auch spazieren geht er mit seinem geliebten Hund, wenn immer möglich.

Im Zuckerstädtchen Aarberg wird dem aussergewöhnlichen und bekannten Duo mit viel Wohlwollen und Rücksicht begegnet.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch