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EHC Brandis erreicht 1.-Liga-Playoffs

Zum ersten Mal hat der EHC Brandis die 1.-Liga-Playoffs erreicht. In extremis. Entsprechend froh ist Präsident Walter Wüthrich.

Herr Wüthrich, trotz zuletzt fünf Niederlagen steht Brandis in den Playoffs, weil im letzten Spiel auch die Konkurrenz verlor. Ihre Erleichterung dürfte gross sein. Walter Wüthrich: Ja, das ist sie. Wir hätten seit dem 27.Januar einen Punkt holen müssen, um die Playoffs zu schaffen – haben aber jedes Mal verloren. Da beginnt man schon zu zweifeln, ob man überhaupt «playoffbar» ist. Dass es nun doch gereicht hat, ist eine Bestätigung unseres Weges.

Und wie sieht dieser aus? Wir wollen uns in kleinen Schritten zu einem 1.-Liga-Mittelfeldklub entwickeln, wollen unsere eigenen Nachwuchsspieler in die 1.Mannschaft einbauen.

An Nachwuchs mangelt es dem EHC Brandis ja nicht. Man könnte sogar von einem Boom sprechen. Wir haben heuer rund 80 Spieler in der Hockeyschule und den zwei untersten Nachwuchsstufen. Da braucht man natürlich ein gutes Flaggschiff, eine gute 1. Mannschaft.

Keine 15 Kilometer entfernt spielt mit den SCL Tigers ein noch grösseres Flaggschiff. Wäre es nicht Zeit, die Zusammenarbeit wiederaufzunehmen? Man soll nie nie sagen. Aber die Ausbildung eines Eishockeyspielers verursacht hohe Kosten, und dafür möchte man entschädigt werden. Deshalb haben wir uns von den Tigers getrennt. Natürlich hinterfragen wir die Situation aber immer wieder neu.

Zuerst spielt Brandis in den Playoffs nun gegen NLB-Aufstiegsanwärter Huttwil. Haben Sie da eine Chance? Klar ist Huttwil Favorit. Aber jedes Spiel beginnt bei 0:0, und wenn der Druck der Playoff-Qualifikation erst mal weg ist, gibt es immer wieder Überraschungen – denken Sie nur daran, wie Freiburg in den NLA-Playoffs Bern bezwang. Zudem können wir uns in den Playoffs einem grösseren Publikum präsentieren. Das wird ebenfalls beflügeln.

Das Publikum in Hasle ist eher spärlich. Zum letzten, entscheidenden Spiel kamen 225 Leute. Das entspricht leider dem allgemeinen Trend in der 1.Liga. Aber wenn wir konstant gute Leistungen zeigen, kommen auch die Leute. Und zum letzten Spiel kamen immerhin mehrere Zuschauer, die ich schon länger nicht mehr gesehen habe. Das zeigt: Langsam beginnt unser Pflänzchen zu wachsen.

Wächst es irgendwann vielleicht sogar in die NLB? Im Moment ist das sicher kein Thema, zumal die NLB kein besonders attraktives Gefäss ist. Würde daraus irgendwann eine reine Ausbildungsliga ohne ausländische Spieler, könnte man vielleicht darüber reden. Aber vorher wollen wir eine feste Grösse in der 1. Liga werden.

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