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Eine Begegnungszone für den Bahnhof Utzenstorf

Die Einsprache wirkt: Die BLS will in Utzenstorf nicht nur den Bahnhof umbauen, sondern auch dessen Umfeld beruhigen.

Fussgänger, Velofahrer und Automoblisten sollen sich in der Utzenstorfer Bahnhofstrasse künftig auf Augenhöhe begegnen können.
Fussgänger, Velofahrer und Automoblisten sollen sich in der Utzenstorfer Bahnhofstrasse künftig auf Augenhöhe begegnen können.
Walter Pfäffli

Burgdorf hat eine, Langnau hat eine – jetzt soll auch Utzenstorf direkt bei seinem Bahnhof zu einer Zone kommen, in welcher der Verkehr langsam rollt und sich Fussgänger, Velofahrer und Automobilisten auf Augenhöhe begegnen können. Zu einer Begegnungszone eben.

So hat es der Gemeinderat im Herbst in einer Einsprache gefordert, und so will es die BLS als Bauherrin auch umsetzen, wie Projektleiter Daniel Muster auf Anfrage bestätigt.

Wie zwei Tore

Konkret geht es um die Bahnhofstrasse. Sie gehört der BLS und soll nun im Bereich des Bahnhofs beruhigt werden. Auf welche Art dies passieren wird, ist laut Muster noch offen, ebenso, ob die Autos in Zukunft mit Tempo 30 oder gar nur noch mit Tempo 20 unterwegs sein sollen. Klar ist einzig, dass die neue Zone am Anfang wie am Ende baulich irgendwie markiert, dass also, wie die Fachleute sagen, eine sogenannte Torsituation geschaffen wird.

Auf die Fahrbahn

Ausgelöst hat all die Überlegungen der geplante grosse Bahnhof-Umbau. Nicht weniger als 18 Millionen Franken will die BLS in der nächsten Zeit in Utzenstorf investieren und dabei unter anderem auch die Park-and-Ride-Anlage vergrössern. 44 Autos und damit rund doppelt so viele wie heute sollen künftig hier unterkommen, und sie sind auch der Grund dafür, dass sich die Gemeinde im Herbst eingeschaltet hat.

Denn die Felder werden zum Teil so nahe an der Bahnhofstrasse liegen, dass die Autos zum Manövrieren die Fahrbahn mitbenützen müssen – und das schien den Behörden ohne flankierende Massnahmen doch etwas heikel zu sein.

Für die neue Parkieranlage, zu der auch Plätze für Velos gehören, wird der alte Güterschuppen mitsamt der dazu gehörenden Rampe abgebrochen.

Der Hauptteil der Arbeiten betrifft allerdings die Bahnanlage selber. So will die BLS links und rechts der Gleise zwei Aussenperrons bauen und diese durch eine Unterführung miteinander verbinden. Die Passagiere können dann die Schienen gefahrlos unterqueren, was auch der BLS Vorteile bringt: Sie darf nun bei Kreuzungen beide Züge gleichzeitig einfahren lassen und spart so Zeit – heute ist ihr das aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt.

Museale Anlage ade

Darüber hinaus bekommt Utzenstorf ein neues Stellwerk, das sich von der Zentrale im Bahnhof Hasle-Rüegsau aus fernsteuern lässt. Die heutige, schon fast museale Anlage, die Tag für Tag bis tief in die Nacht hinein vor Ort bedient werden muss, hat dann definitiv ausgedient.

Mit all diesen Arbeiten möchte die BLS Anfang des nächsten Jahres beginnen. Sie rechnet mit einer Bauzeit von rund 18 Monaten.

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