Eine nasse und unruhige Nacht

Sumiswald

Vollgelaufene Keller, beschädigte Dächer und verstopfte Bachläufe: Die Regio Feuerwehr Sumiswald hatte von Sonntag auf Montag viel zu tun.

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Cornelia Leuenberger
Dominic Ramel

Das Wochenende nahm wettermässig ein unschönes Ende: Ruppige Windböen und heftige Regenfälle sorgten für Probleme. Im Emmental war vor allem die Region Sumiswald/Wasen betroffen, dann aber auch Heimisbach, Oberburg und Mötschwil. Die gute Nachricht vorweg: Es gab keine Verletzten.

Mit Blachen gedeckt

«Wir haben bis jetzt 34 Schadensmeldungen bekommen», sagte Heinrich Grossenbacher am Montagmorgen auf Anfrage. Er ist Kommandant der Regio Feuerwehr Sumiswald, zu der auch Affoltern und Trachselwald gehören. Die grosse Mehrheit der Hilferufe kam von Menschen, deren Keller unter Wasser stand. Dann gingen aber auch vier Hausdächer zu Bruch, zwei davon wegen umfallender Bäume. Flächen von 30 bis 40 Quadratmetern wurden abgedeckt. Dazu kamen Bachläufe, die freigelegt werden mussten, damit das Wasser wieder abfliessen konnte. «Wir haben die komplette Feuerwehr aufgeboten, also 153 Personen», so Grossenbacher. Im Einsatz standen schliesslich über 80 Wehrdienstangehörige. Sie haben ganze Arbeit geleistet. Am Montagvormittag konnte der Kommandant vermelden, dass die Aufräumarbeiten so gut wie beendet und die defekten Dächer mit Blachen abgedeckt seien.

Regierungsstatthalter Markus Grossenbacher hat jeweils die Übersicht über alle Schäden im Emmental. Er berichtete auf Anfrage ausser von den Vorkommnissen rund um Sumiswald auch von einem kalten Blitz, der in ein Bauernhaus in Mötschwil eingeschlagen hatte. «Die Feuerwehr Hindelbank war ausgerückt und hat das Gebäude überprüft, stellte aber keine Schäden fest», so Statthalter Grossenbacher. Ein Blitzeinschlag in Oberburg blieb ebenfalls ohne Folgen.

Nicht nur im Emmental

Von den Gewittern war auch der Oberaargau betroffen. In Eriswil wurde Hochwasseralarm ausgelöst, weil die Langete innert kurzer Zeit stark angeschwollen war. Der Alarm führte dazu, dass die Feuerwehr auch in Huttwil ausrückte, um die Langete zu überwachen. Doch der Fluss blieb im Bett. Die Feuerwehrkommandanten der beiden Orte, Hans Peter Ruch und Christian Bärtschi, sind sich einig: Ohne die Hochwasserschutzbauten im Nachgang zur Katastrophe von 2007 wäre die Langete wieder über die Ufer getreten und hätte Schäden verursacht.

Für Arbeit sorgte das Wetter auch im Seeland. Die Kantonspolizei meldete am Montag 40 Wassereinbrüche im Raum Biel-Lyss.

Berner Zeitung

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