Zum Hauptinhalt springen

Fasnachtsumzüge in der Region

Auch in Aarwangen, Herzogenbuchsee, Wiedlisbach, Bleichenbach, Niederbipp, Roggwil, Oberbipp und Wangen an der Aare war am Wochenende Fasnacht.

Ein bewegender Moment:  Das allerletzte Stück der Dätsch-Clique nach 50 Jahren. Ober Markus Gfeller spielte früher selber mit.
Ein bewegender Moment: Das allerletzte Stück der Dätsch-Clique nach 50 Jahren. Ober Markus Gfeller spielte früher selber mit.
Robert Grogg
Aus und vorbei ist es ganz offensichtlich auch für die Sousafonspieler der Strosse-Füdeler.
Aus und vorbei ist es ganz offensichtlich auch für die Sousafonspieler der Strosse-Füdeler.
Robert Grogg
«Roggu rockt»: Die Knaller-Clique eröffnete den Umzug mottogerecht.
«Roggu rockt»: Die Knaller-Clique eröffnete den Umzug mottogerecht.
Thomas Peter
1 / 47

Herzogenbuchsee: Farbenfroh und laut mit vielen Kindern Sechs Guggen, fünf Cliquen und eine Rhythmusgruppe nahmen am Fasnachtsumzug in Herzogenbuchsee teil. Trotz Nassschneegestöber säumten viele Schaulustige die Umzugsroute und genossen das farbenfrohe und laute Spektakel. Für einen Glanzpunkt sorgten die Dorfbachschränzer Madiswil. Sie traten sehr motiviert auf und glänzten durch brillantes Musizieren. Getreu ihrem diesjährigen Motto «Unser Vati’kan(n)» war ihr Kostüm der Galauniform der päpstlichen Schweizergarde nachgebildet: Wams in den Farben blau, rot, gelb; die roten Puffärmel und -hosen mit blauen und gelben Streifen.

Imposant war auch der Auftritt der einheimischen Buchsi-Schränzer, verstärkt durch die Extrem-Gurgler aus Langenthal. Die verschiedenen Cliquen boten mit ihren Auftritten ein kunterbuntes Programm. Zum Teil hatten sie erfreulich viele Kinder in ihren Reihen.

Nach drei Uhr nachmittags herrschte im Alten Schlachthaus grosses Gedränge. Des nasskalten Wetters wegen war die Bar bis auf den letzten Platz von Erwachsenen besetzt. Und im Raum dahinter fand der durch die Musikgesellschaft Buchsi organisierte Kindermaskenball statt. Viele kostümierte Kinder, von ihren Eltern begleitet, tummelten sich im kleinen Raum und bewarfen sich zu Partymusik mit Konfetti.Hans Käser

Aarwangen: Kinderfasnacht mit fantasievollen Kleidern, Spiel und Spass Nein, Zimperliesen waren an der Kinderfasnacht in Aarwangen keine zugegen. Wer etwas gegen Konfetti im Getränk und eine feucht-klebrige Papiermasse am Boden in einem Raum voller fröhlich rumrennender Kinder hat, wäre in der Mehrzweckhalle auch am falschen Ort gewesen. Jene, die gekommen waren – und es waren viele –, erlebten jedoch einen Nachmittag ganz im Sinne des Mottos «Flower Power»: Fantasievolle Kleider, Spiel und Spass sowie allerlei Leckereien für das leibliche Wohl. Und für Musik sorgte die Guggenmusik Chischtelärmer.kit

Niederbipp: Fiesta mexicana im Schneetreiben Mit Sombreros und Kakteen liessen die Niederbipper Narren am Fasnachtsumzug vom Samstag als Señoritas und Señores Mexiko hochleben. Selbst Böögg Durri XXVl – der heute Abend sein kurzes Leben auf dem Scheiterhaufen aushauchen wird – präsentierte sich auf dem Komiteewagen als Caballero. Nur die Geile Säu aus Welschenrohr tanzten als Chinesen aus der Reihe. Aussergewöhnlicher Konkurrenz waren die Konfetti ausgesetzt. Die Schneeflocken wirbelten in ebenso grosser Zahl durch die Luft. Ihren 25.Geburtstag feierten die Notefucher.flü

Roggwil: Roggu rockt «urCHig» Trotz nasskaltem Wetter säumten am Samstag einige Hundert Zuschauer die Strassen von Roggwil. Punkt 13.33 Uhr ertönte der Knall zum Start des 21 Bilder umfassenden Umzuges, angeführt von der Knaller-Clique. Die Organisatoren zeigten sich mottogerecht als Rocker, auch wenn die Vorhut nur mit dem Töffli rumkurvte. Viele Fasnächtler wählten das Langenthaler Motto «urCHig». Die Klassen 3a und 4a verkleideten sich als Kühe, die Gruppe Läbet ohni Sorge hatte Tell und Walterli dabei, und die Mägrezza liessen das Schaf Shaun urchig rocken.iba

Bleienbach: Fasnachtstross zieht durchs Fliegerdorf Die Bleienbacher Fasnacht kennt zwar nur am Freitagabend und am Samstagnachmittag Veranstaltungen. Diese sind in der Regel aber gut besucht. Der Maskenball am Freitag ist für viele ein willkommener Fasnachtsauftakt, weil in Langenthal, abgesehen vom Gönnerabend, noch nicht viel los ist. Es kamen denn auch viele aus nah und fern. Der Umzug am Samstag wird primär von der Dorfbevölkerung besucht. Rund 40 Kinder bildeten heuer die Spitze des Trosses. Erstmals präsentierten dabei die Chlepf-Schitter ihre neuen, aufwendig gestalteten Masken.paj

Wiedlisbach: «Mir Schwizer si doch chranki Sieche»

Das diesjährige Wiedlisbacher Fasnachtsmotto «Himmel und Hölle» liess viel Spielraum für Kreativität. Auch wenn sich nicht alle daran hielten, so freuten sich die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer trotzdem über das bunte Treiben am gestrigen Umzug. Bei kaltem, aber trockenem Wetter zogen die Fasnächtler wie immer zwei Runden durchs Städtli.

Bereits die Guggenmusik Stedtlihüpfer, vor allem ihr Tambourmajor mit dem gruseligen Totenkopf als Dirigentenstab, erntete viel Applaus. Für Ausgewogenheit zwischen Himmel und Hölle sorgten die Wägelirugger, die ihr 30-Jahr-Jubiläum feierten. Ihr Handwagen wurde vom Engel und vom Teufel gemeinsam gezogen. Für ein «Jöh» und ein «Lueg mau» sorgten die Kindergarten- und Schulkindergruppen einerseits mit ihren Flugzeugen um den Bauch und als Sternenschrubber, andererseits durch das gekonnte Spiel der Gugge. Der Höckelerclub zeigte sich «typisch schwiizerisch». Besonders ihr Geiselchlepfer sorgte für lauten Applaus und Hurrarufe der Zuschauer.

Unter den Gästen aus der bernischen und der solothurnischen Nachbarschaft fielen vor allem die Riedschnägge aus Oberbipp auf. Ihr Wagen nahm kritisch den Einkaufstourismus der Schweizer nach Deutschland auf die Schippe, unter anderem mit dem Spruch: «Mir Schwizer si doch chranki Sieche und düe wäge 1 € = 1 Fr. is Dütsche sieche.»iba

Wangen an der Aare: Am Umzug gabs Bratwürste Eine Ladung Konfetti in den Haaren und eine laute Salve Trommelschläge: Der Fasnachtsumzug in Wangen an der Aare ist eröffnet. Als erste Gruppe marschiert am Sonntagnachmittag der Tambourenverein Wangen an der Aare und Herzogenbuchsee an den Zuschauern vorbei. Den Trommlern folgen 24 weitere Guggen, Wagenbauer und Cliquen.

Die meisten von ihnen haben sich getreu dem Motto «E Guete» verkleidet. Da gibt es die Chefköche, die auf ihrem eingebauten Grill Bratwürste zubereiten und diese an die Umzugsbesucher verteilen. Denen schmeckt es, und die Stimmung entlang der Strasse ist heiter.

Etwas weiter hinten kommt eine Gruppe, deren Mitglieder sich als Hotdogs verkleidet haben – das kleinste Mitglied trägt ein Ketchupflaschenkostüm. Der Fantasie sind bekanntlich keine Grenzen gesetzt.

Vor dem Eingangstor ins Städtli angekommen, müssen die grossen Wagen draussen warten. Ihre Besatzung zieht derweil, zusammen mit den Besuchern, weiter in den alten Stadtteil hinein. Dort geht das Fest weiter: Auf einer Bühne geben die Guggen, die auch am Umzug teilgenommen haben, ein Monsterkonzert. Die Menschen stehen in Grüppchen zusammen, halten einen Schwatz oder tanzen zu der Musik. Um 17.57 Uhr ist dann die Fasnacht 2015 im Aarestädtli offiziell zu Ende. Die Fasnächtler geben dem Gemeindepräsidenten Fritz Scheidegger den Gemeindehausschlüssel wieder zurück.Deborah Rentsch

Oberbipp: Eine närrische Intensivstation Das erste sonntägliche Narrenstelldichein in Oberbipp fand ab 13 Uhr mit dem Kindermaskenball vor dem Restaurant Rössli statt. Dieser war zwar mehr eine «Modeschau». Der Narrennachwuchs stellte sich als Solisten oder Gruppen dem Urteil der Jury. Dieses Mal waren es Vertreter der Feuerwehr, welche darüber befanden, wer sich dem Fasnachtsmotto «Aues chranki Sieche» entsprechend am besten in Szene zu setzen vermochte. Es wimmelte nur so von Ärzten, Krankenschwestern und Sanitätern. Aber nicht nur: Es tummelten sich auch Indianer (Medizinmänner?) und Bären («Bäreschmutz» einreiben nütze beinahe gegen alles).

Anschliessend marschierten alle am grossen Umzug mit. Allerhand Krankes wurde beklagt. Wie das Ennet-der-Grenze-Einkaufen. Oder der Fleischhandel beziehungsweise -schwindel. Schändlich, Hunde- als Pferde- oder Kuh- als Trutenfleisch zu verkaufen.

Reichlich wurden Tabletten, Dragees und Heilwässerchen verteilt. Wenn diese nicht wirkten, bot sich in der «Church of Noise» die Gelegenheit zum Beten. Oder es ist ein Abstecher an die Copacabana fällig. Die Koppiger auf dem Gügguwage machten jedenfalls schon wieder einen recht munteren Eindruck. Im Gegensatz zu den recht tötelig aussehenden Ämmekrachern aus Derendingen.flü

BZ

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch