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Holliger: «Ich fühle mich hier heimisch»

Am Mittwochabend wurde dem Musiker Heinz Holliger das Ehrenbürgerrecht der Stadt Langenthal verliehen. An der Feier im Hotel Bären griff Holliger selbst zu den Instrumenten und erfreute die geladenen Gäste.

Aus den Händen von Stadtpräsident Rüegger erhält der Oboist und Dirigent Heinz Holliger, der bis zu seinem 19. Lebensjahr im Oberaargau gelebt hat, die Ehrenbürgerurkunde der Stadt Langenthal.
Aus den Händen von Stadtpräsident Rüegger erhält der Oboist und Dirigent Heinz Holliger, der bis zu seinem 19. Lebensjahr im Oberaargau gelebt hat, die Ehrenbürgerurkunde der Stadt Langenthal.
Thomas Peter

Einst zog er aus, um als Musiker international Karriere zu machen. Heute gilt Heinz Holliger als einer der bekanntesten Oboisten, Dirigenten und Komponisten der Schweiz. Gestern Abend hat ihm nun seine Heimatstadt Langenthal das Ehrenbürgerrecht verliehen. Zur Feier im Hotel Bären war eine grosse Zahl von Musikerfreunden und Verwandten von Holliger, sowie Vertreter aus der Politik erschienen. Unter ihnen auch Stadtratspräsident Daniel Rüegger, der dem berühmtesten Musiker Langenthals seine Ehrenbürgerurkunde überreichte. «Mit dieser Verleihung erhält die Beziehung von Heinz Holliger zu Langenthal eine neue Bedeutung», betonte Rüegger.

Positive Erinnerungen

In Ihrer Rede blickte Laudatorin Cécile Olshauser, Musikredaktorin von DRS 2, auf das abwechslungsreiche Musikerleben von Holliger zurück, auf seine Anfänge am Konservatorium in Bern und seine Auslandsreisen, wo es ihn unter anderem nach Paris verschlug. Schliesslich habe aber alles seinen Anfang in Langenthal genommen, schliesst Olshauser den Kreis am Ende ihres Referats. Musikalisch, erzählt sie, überzeugt Holliger vor allem durch seine Vielseitigkeit. «Die Oboe sieht er als grenzenloses Zauberinstrument.»

Holliger selbst, der bereits 1999 den Kulturpreis der Stadt Langenthal erhalten hat, zeigte sich geehrt: «Ich bin sehr stolz auf diese Ehrenbürgerschaft.» Seiner alten Heimat fühlt sich der heute in Basel lebende Komponist immer noch verbunden. «An meine Kindheit in Langenthal, besonders an meine Lehrer, denke ich gerne zurück», verrät er. Auch heute fühle er sich hier immer noch heimisch. Und lachend fügt er hinzu, dass Langenthal schliesslich bekannt sei für seine teils unangepassten, unkonventionellen Bürger.

Dass Holliger trotz seinen 70 Jahren das Musizieren immer noch wichtig ist, bewies er an der Feier gleich selbst: zusammen mit einigen Musikerfreunden erfreute er die geladenen Gäste mit einem Mozart-Oboenquartett sowie mehreren Eigenkompositionen. Unter anderem begleitete er mit dem Klavier sechs Lieder auf Gedichte von Christian Morgenstern, welche er 1957 im Alter von 18 Jahren in Langenthal fertiggestellt und seiner Mutter gewidmet hat.

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