Hotel erhält blumigen Namen

Burgdorf

Am Donnerstag liessen die Projektverantwortlichen die Katze aus dem Sack: Das vom Architekten Ueli Arm initiierte Altstadthotel heisst Hotel Orchidee. Diese Blume sei kostbar und benötige Aufmerksamkeit – genau wie die Gäste auch.

Gaben gestern Neuigkeiten zum Altstadthotel bekannt: Ueli Arm (links), Heidi Beyeler und Walter Grossenbacher.

Gaben gestern Neuigkeiten zum Altstadthotel bekannt: Ueli Arm (links), Heidi Beyeler und Walter Grossenbacher.

(Bild: Andreas Marbot)

Hans Herrmann

Als der Burgdorfer Architekt Ueli Arm im vergangenen Dezember seine Pläne publik machte, die ehemalige Manor-Liegenschaft Schmiedengasse 20 zu einem Altstadthotel umzubauen, liess er noch offen, wer den Betrieb einst führen werde. Im Februar wurde diese Information nachgeliefert: Es ist die Stiftung Heimstätte Bärau, unterdessen umbenannt in Stiftung Lebensart, die mit Einsatz von behinderten Menschen in der Burgdorfer Oberstadt als Gastgeberin auftreten wird. Nach wie vor ein Geheimnis blieb jedoch der Name des neuen Gastronomiebetriebs im historischen Bau – Hotel Altstadt war bloss eine Arbeitsbezeichnung.

Gestern Nachmittag standen geladene Medienvertreter zum dritten Mal im umzubauenden Gebäude, diesmal auf der Dachterrasse mit Blick auf das Schloss, das Emmental und die Voralpenkette. Initiant Ueli Arm freute sich besonders, in nordwestlicher Richtung auch noch ein Stück vom Jura zu erblicken: «Dass an schönen Tagen die Alpen zu sehen sind, wusste ich längst, aber der Jura ist auch für mich eine angenehme Überraschung.»

Blume, die Pflege braucht

Gestern waren die Medien aus Anlass des unlängst erfolgten Baubeginns zugegen – und vor allem auch, um den Namen der Beherbergungsstätte zu erfahren. Hotel Orchidee, so soll der Gastbetrieb heissen. Orchideen seien kostbare Blumen, denen man besondere Aufmerksamkeit und Betreuung zukommen lassen müsse, erklärte Walter Grossenbacher, Präsident der Stiftung Lebensart. Gepflegt werden wolle auch das Haus, das nun zum Hotel umfunktioniert werde, desgleichen die künftigen Gäste – und nicht zu vergessen die behinderten Mitarbeitenden. «Orchidee» stehe aber auch für «anspruchsvolle Wohnkultur, Liebe zum Detail und Harmonie», wie es in den Presseunterlagen der Stiftung heisst. Diese ist nun auch Eigentümerin der Liegenschaft.

Während Dachdecker und andere Handwerker emsig am Werk waren, stellten die Projektverantwortlichen die künftige Geschäftsführerin des Hotels vor: Diese Aufgabe übernimmt Heidi Beyeler. Die 54-Jährige ist im Emmental keine Unbekannte: Sie arbeitet in der Administration der Heimstätte Bärau und amtierte bis Ende 2002 während sechs Jahren als Gemeindepräsidentin von Trubschachen. Sie ist die erste Frau im gesamten oberen Emmental, die dieses Amt jemals innehatte.

Biker, Geschäftsleute, Familien

Beyeler nannte gestern die Zielgruppen, an die sich das Angebot des Hotels Orchidee primär richten soll: E-Biker – die Burgdorfer Altstadt liegt an der Herzroute –, Businessgäste sowie Familien, die kulturelle oder sportliche Events in der Stadt besuchen. Da sie selber leidenschaftliche Bikerin sei, wisse sie aus erster Hand, was Ausübende dieses Sports schätzten: einen Raum zur Pflege des Fahrrads, einen Service zum Waschen der Kleidung, gutes Essen und entspannenden Schlaf. Irgendwann im kommenden Frühling nimmt das Hotel den Betrieb auf.

Berner Zeitung

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