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Jetzt sagt das Opfer aus

Die junge Tschechin wurde aufs Übelste missbraucht und gequält. Weil die verurteilten Tamilen ihre Strafe nicht akzeptiert haben, berät nun das Obergericht.

Diesmal ist sie gekommen. Aus Tschechien angereist, um vor Gericht auszusagen, wie schlimm es ihr damals, es war Frühsommer 2008, im Emmental ergangen ist. Noch vor einem Jahr hatte sie, die ihren Peinigern Menschenhandel, Freiheitsberaubung und schwerste sexuelle Übergriffe vorwarf, den Weg in die Schweiz nicht geschafft: Als ihr Fall in Langnau ein erstes Mal aufgerollt wurde, fehlte sie.

Bei den Verteidigern der vier angeklagten Tamilen löste das Fernbleiben der jungen Frau damals zumindest fragendes Stirnrunzeln aus, und auch der Staatsanwalt zeigte sich «nicht glücklich». Dass der Prozess dennoch über die Bühne gehen konnte, lag zum einen daran, dass sich das Gericht ausreichend dokumentiert sah. Die Anwältin der Klägerin stellte zudem klar, dass das Nichterscheinen nichts mit Desinteresse zu tun habe, sondern eine Art Selbstschutz sei.

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