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Junger Schweizer Meister: Voller Tatendrang in die Zukunft

Mit der besten Lehrabschlussprüfung als Schuhdetailhändler wurde Jonas Jordi Schweizer Meister und erhielt den goldenen Schuhlöffel. Jetzt wechselt er die Branche und drückt die Schulbank für seinen Traumberuf.

Auch das Schuhbusiness krönt jährlich seine Besten. Wer nach dreijähriger Lehre an der Prüfung eine Gesamtnote von 5,3 oder mehr erzielt, wird passenderweise mit dem goldenen Schuhlöffel geehrt. Jonas Jordi, der seine Lehre beim Traditionsunternehmen Wenger Schuhe und Sport in Langnau absolvierte, griff noch höher: Mit der Abschlussnote 5,6, dem landesweit besten Ergebnis, erhielt der Langnauer nicht nur besagten Schuhlöffel, sondern auch den Titel des Schweizer Meisters.

Vom Ehrgeiz gepackt

Hinter der Verleihung des golde nen Schuhlöffels steht der Schweizerische Schuhhändler-Verband (SSV). Die besten Absolventen der zweijährigen Lehre werden mit seinem Pendant, dem silbernen Schuhlöffel, ausgezeichnet. «Den goldenen Schuhlöffel zu erhalten war immer mein Ziel», erklärt der 20-Jährige selbstbewusst. «Ich hatte in der Berufsschule im ersten Lehrjahr sehr gute Noten», so habe ihn schliesslich der Ehrgeiz gepackt.

Er sei nach dem 10. Schuljahr eher per Zufall im Detailhandel gelandet, sagt Jordi. «Eigentlich wollte ich Physiotherapeut werden.» Doch für diese Laufbahn wird die Berufsmaturität oder eine andere Matura verlangt. Profifussballer war der zweite Be rufswunsch. Der begeisterte Sportler war jahrelang Spieler beim Nachwuchs des FC Thun. Nach einem schlechten Jahr mit diversen Verletzungen und Formtiefs bestand er jedoch die Selektion von der U16 zur U19 nicht. «Mit der Zeit wurde es unrealistisch, den Sprung zum Profi noch zu schaffen», erklärt Jordi. So blieb die Wahl zwischen KV und Detailhandel, die ihm nach einer Schnupperzeit bei der Firma Wenger Schuhe und Sport leichtfiel.

Lob für den Lehrbetrieb

«Mir hat es bei Wengers auf Anhieb gut gefallen», meint Jordi rückblickend. Der Langnauer ist nicht der einzige Lehrling der Firma, der den goldenen Schuhlöffel erhalten hat. 2006 wurde die Bärauerin Evelyne Gerber mit dem Preis geehrt. «Sie haben mich sehr gut auf die Lehrabschlussprüfung vorbereitet», erklärt der junge Mann mit dem verschmitzten Lächeln. Da die ganze Familie Wenger mit Schuhen zu tun habe, sei er mit sehr viel Fachwissen versorgt worden. Gerade von Seniorchef Fred Wenger habe er viel gelernt.

Fussball an zweiter Stelle

Während seiner Lehre spielte Jordi weiterhin für den FC Thun. Seine Lehrmeister seien immer sehr grosszügig gewesen, wenn er ins Trainingslager oder an einen Match gehen musste, sagt er. Seit August drückt er wieder die Schulbank. Den Schuhlöffel hat der Langnauer im Schrank verstaut; nun absolviert er die kaufmännische Berufsmatura BMS in Thun.

Dieses Mal musste das Fussballtraining dran glauben. Jordi spielt zwar immer noch, wechselte aber in eine tiefere Liga zum FC Grosshöchstetten, um mehr Zeit für die Schule zu haben. «Es ist schwieriger geworden», meint er über die Anforderungen der BMS. Jonas Jordi ist jedoch zuversichtlich. Er will im Februar die Eintrittsprüfungen für die Physiotherapieausbildung schaffen. Bleibt nur noch, ihm viel Glück zu wünschen.

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