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Kanton bremst Ortsplanung aus

Die Ortsplanungsrevision von Gondiswil verzögert sich weiter: Der Kanton ist mit verschiedenen Punkten nicht einverstanden.

Wohnlage mit Weitblick: Im Harzacher möchte die Gemeinde Bauland einzonen – der Kanton bemängelt den Wasserdruck.
Wohnlage mit Weitblick: Im Harzacher möchte die Gemeinde Bauland einzonen – der Kanton bemängelt den Wasserdruck.
Thomas Peter

Die Revision der Gondiswiler Ortsplanung dauert länger als erwartet. Ursprünglich hätte der Gemeinderat sein Werk bereits an der Dezember-Gemeindeversammlung vorlegen wollen. Weil der Kanton nun aber mit verschiedenen Punkten nicht einverstanden ist, zieht sich das Verfahren in die Länge. Der Gemeinderat versuche nun, die Ortsplanung an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung im Frühjahr 2010 zu traktandieren, wie er in einer Mitteilung schreibt.

Zu wenig Wasserdruck

Vorbehalte hat das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) bezüglich der geplanten Einzonung von Wohnbauland im Gebiet Harzacher. Gemäss dem kantonalen Wasserbaugesetz muss der Löschschutz bei Wohnhausquartieren mit Hydranten gewährleistet sein. Diese sind im Harzacher zwar vorhanden, auf Grund der topografischen Lage (Höhenunterschied Reservoir/Hydranten) werden die vom Kanton geforderten zwei Bar Fliessdruck aber nicht erreicht. Dass der Löschschutz trotzdem gewährleistet werden kann, versuchte die Feuerwehr Anfang Juli im Rahmen einer Feuerwehrübung vor Ort zu beweisen. Den Kanton konnte sie dadurch allerdings nicht überzeugen. Er verlangt nun die Erstellung einer generellen Wasserplanung durch die Gemeinde.

Ein weiterer Streitpunkt ist die Einzonung der Kleingewerbezone Bifang, wo sich die Firma Nyfeler Holzwaren befindet. Gemäss dem eidgenössischen Raumplanungsgesetz wird kein Bauland mehr eingezont, das nicht direkt an bestehendes Bauland angrenzt – es sei denn, für die geplante Nutzung kommt nur dieser Standort in Frage.

Diese «Standortgebundenheit» hatte die Firma Nyfeler mit einer umfangreichen Beglaubigung des Verbandes Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten zu beweisen versucht. Ihr Hauptargument: Durch die windreiche Lage werde ihr Buchenholz im Bifang sechsmal schneller trocken, als dies beispielsweise im Gewerbegebiet Haltestelle der Fall wäre. Der Kanton verlangt nun Windmessungen an beiden Standorten. Bis die definitiven Ergebnisse vorliegen, verzögert sich die Ortsplanungsrevision weiter.

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