Knallkörper explodiert in Turnhalle

Burgdorf

Am Sonntagabend kam es in der Burgdorfer Schützenmatthalle zum Eklat: Unbekannte liessen während des U21-Unihockeyspiels UHC Burgdorf gegen Hornets Moosseedorf einen Knallkörper detonieren. Burgdorfs Goalie erlitt einen Schock.

Unsportliches Verhalten: Der Unihockeyclub Burgdorf will gegen die Unbekannten, die in der Schützenmatthalle eine Petarde zündeten, Strafanzeige erheben.

Unsportliches Verhalten: Der Unihockeyclub Burgdorf will gegen die Unbekannten, die in der Schützenmatthalle eine Petarde zündeten, Strafanzeige erheben.

(Bild: Thomas Peter)

7:6 endete das Unihockeyspiel zu Ungunsten des Heimteams. Doch das Resultat zwischen dem Gastgeber, der U21-Mannschaft des UHC Burgdorf, und den gleichaltrigen Widersachern der Hornets Moosseedorf war für einmal nur Nebensache. Denn die Partie, die am Sonntagabend um 19.30 Uhr in der Burgdorfer Schützenmatthalle begann, wurde von unschönen Ereignissen überschattet: Rund zwei Minuten waren im Mitteldrittel gespielt, als hinter dem Torhüter der Heimmannschaft ein Knallkörper explodierte.

«Unser Goalie sackte sofort zusammen und erlitt einen Schock», erzählt Burgdorf-Coach Adrian Grundbacher. Noch immer klage das Opfer über Hörprobleme, führte Grundbacher am Tag nach dem Spiel aus. Wegen diesen befinde sich der Goalie in ärztlicher Behandlung.

Ein Bubenstreich?

Nach einem fünfminütigen Unterbruch wurde das Unihockeyspiel wieder aufgenommen – die Burgdorfer spielten mit dem Ersatztorhüter weiter. Der nächste Zwischenfall folgte 10 Minuten später: Jetzt war es der Schiedsrichter, der zusammenbrach. Er musste mit der Ambulanz ins Spital eingeliefert werden – ein weiteres Opfer des lauten Knalls? Die Polizei will auf Anfrage einen direkten Zusammenhang nicht bestätigen. Ein anwesender Schiedsrichter leitete die Partei zu Ende.

Bleibt die Frage: Wer ist für den Feuerwerkanschlag verantwortlich? Dass er von einem Zuschauer ausgeübt wurde, scheint ausgeschlossen: «Es waren vielleicht 60 Leute anwesend, viele davon Eltern von Spielern», sagt Adrian Grundbacher. Zuschauer hätten ihm erzählt, dass sie sahen, wie etwas in die Halle flog. Er und etliche Zuschauer seien unmittelbar nach dem Vorfall nach draussen gerannt, hätten aber niemanden entdecken können. «Wir gehen von einem Bubenstreich aus.»

Dazu passe, dass in den letzten Tagen in Burgdorf verschiedentlich Knallkörper gezündet wurden, wie ihm ein beigezogener Polizeibeamter bestätigt habe. Die Verantwortlichen des UHC Burgdorf haben nach dem Vorfall die Polizei eingeschaltet. Eine Anzeige ist dort allerdings noch nicht eingegangen. «Das werden wir aber noch nachholen», führt der U21-Coach aus, der auch auf der Social-Media-Plattform Facebook einen Zeugenaufruf gestartet hat.

thunertagblatt.ch/Newsnetz

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