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Kuchen und Kaffee in der Moschee

Der Tag der offenen Moschee soll Vorurteile abbauen: Auch die Langenthaler Moschee macht bei der nationalen Aktion mit.

Hereinspaziert: Yusuf Abas von der islamischen Glaubensgemein-schaft Langenthal lädt am Samstag zum Tag der offenen Moschee.
Hereinspaziert: Yusuf Abas von der islamischen Glaubensgemein-schaft Langenthal lädt am Samstag zum Tag der offenen Moschee.
Marcel Bieri

Seit bald vier Jahren ist Langenthal im nationalen Fokus. Der Grund: Auf dem Dach ihrer Moschee möchte die islamische Glaubensgemeinschaft (IGGL) ein Minarett bauen. Sollte der Moscheeturm an der Bützbergstrasse dereinst gebaut werden, wäre er der vierte in der Schweiz und der erste im Kanton Bern.

Beschwerde ist noch hängig

Derzeit hängt das Projekt aber in der Luft: Nach einem mehrjährigen Hin und Her um das Baugesuch liegt der Ball nach einer Beschwerde nun erneut bei der kantonalen Baudirektion. Doch mittlerweile wartet dem geplanten Minarett noch eine viel höhere Hürde: Am 29.November stimmen die Schweizer über die Anti-Minarett-Initiative ab. Mit Plakaten einer Frau mit Burka und einer mit Minaretten bedeckten Schweizer Fahne hatten die Initianten für Furore gesorgt.

Dieser Kampagne treten die Muslime in der Schweiz nun entgegen. An diesem Samstag öffnen sie in einer national koordinierten Aktion die Türen ihrer Moscheen. Im Kanton Bern machen nebst der islamischen Glaubensgemeinschaft weitere Moscheen mit.

«Wir wollen mit der Aktion Vorurteile abbauen», sagt IGGL-Sekretär Yusuf Abas. «Die Besucher sollen uns als Menschen kennen lernen. Wir sind keine Extremisten.» Gestört hat sich Abas vor allem an der Frau mit Burka auf dem Anti-Minarett-Plakat. Das seien Verhältnisse wie in Afghanistan, damit degradiere man die Frauen. Die Langenthaler Moslems, fast alle aus Südosteuropa, möchten den Interessierten den Islam nun «aus erster Hand» näherbringen. Geplant sind Gottesdienste und Moscheeführungen. Zudem tischen die Moslems Kaffee und Kuchen auf.

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