Langenthal: SP stellt Wahlweichen

Langenthal

Einen Kandidaten für das Stadtpräsidium will die SP Langenthal 2016 stellen. Gemeinderat Reto Müller hält sich diesbezüglich noch bedeckt.

«Langenthal ist eine bürgerliche Stadt»: Gemeinderat Reto Müller (SP). (Archivbild)

«Langenthal ist eine bürgerliche Stadt»: Gemeinderat Reto Müller (SP). (Archivbild)

(Bild: Thomas Peter)

Es dauert noch eineinhalb Jahre, aber bei der Mitgliederversammlung der SP Langenthal waren sie bereits Thema: die Gemeindewahlen 2016. Besonders im Gemeinderat stehen nächstes Jahr grosse Veränderungen an. Nicht weniger als fünf von sieben Gemeinderäten werden nach Ende der Legislatur wegen der Amtszeitbeschränkung den Hut nehmen müssen. Neu vergeben wird auch das Stadtpräsidium. Thomas Rufener (SVP) hat bekräftigt, dass er für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung steht.

Zu den abtretenden Gemeinderäten gehört auch Reto Müller. Er war es auch, der das Thema an der Versammlung, die symbolischer Weise im Alterszentrum Haslibrunnen abgehalten wurde, ansprach. Für den Stadtrat will die SP vor allem eines: eine volle Liste. Damit niemand auf die Liste «geprügelt» werden muss, sei es zentral, dass mit der Planung frühzeitig begonnen wird, so Müller. Geplant ist, dass die Juso mit einer eigenen Liste antreten wird.

Etwas trickreicher gestalten sich die Wahlen für den Gemeinderat. «Das sind Kopfwahlen», stellt Müller klar. Welches Parteibüchlein jemand hat, ist hier weniger wichtig als bei einer Proporzwahl. Auch für das Stadtpräsidium will die SP einen Kandidaten stellen. In der Favoritenrolle sieht sich die SP hier aber trotz ihren beiden populären Gemeinderäten nicht. «Langenthal ist eine bürgerliche Stadt», so Müller. Für Müller wäre eine Kandidatur fürs Stapi-Amt die einzige Möglichkeit, in Langenthals Exekutive zu verbleiben. Ob er kandidieren will, verriet er aber am Freitagabend nicht. Um die Wahlen vorzubereiten, stellte die Versammlung dem Vorstand per sofort einen Rahmenkredit von 15'000 Franken zur Verfügung.

Neben den Wahlen stand auch der Ort der Versammlung, das Alterszentrum Haslibrunnen, zur Diskussion. Müller warb bei seinen Parteikollegen für die Pläne des Gemeinderats, welche die Altersstätte in eine AG umwandeln will. Bereits 2016 soll diese Rechtsformänderung vollzogen sein, falls das Volk im November 2015 Ja sagt, so Müller.

Änderungen stehen auch im SP-Vorstand bevor. Nach dem Austritt von Nathalie Scheibli und dem Tod von Michael Renggli müssen zwei Vakanzen neu besetzt werden. Der verbleibende Vorstand um Präsident Stefan Ryser erhielt von der Versammlung die Ermächtigung, die Lücken im Laufe des Jahres eigenständig zu füllen. Ein Sitz soll künftig von einem Juso-Delegierten besetzt werden.

qsc

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