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Mehr Macht für die Detaillisten

Christian Stettler weiss um die Lieferprobleme für die «Treffpunkt»-Läden. Die Zukunft werde aber besser, sagt der Eggiwiler Detaillist.

Christian Stettler sagt es offen. «Eigentlich», denkt der Detaillist aus Eggiwil und Präsident der in einer Genossenschaft vereinten «Treffpunkt»-Läden laut nach, «möchten wir ja neue Mitglieder gewinnen.» Allein, dem Wachstum sei bislang «der Lieferant» im Weg gestanden.

Mit diesen Worten reagierte Stettler auf verschiedene BZ-Artikel über «Treffpunkt»-Mitglieder, die sich enttäuscht aus dem Verbund verabschiedet haben. Weil bestellte Ware regelmässig ausgeblieben sei. «Es stimmt», bestätigt Stettler nun, «dass wir in letzter Zeit unter erschwerten Bedingungen gearbeitet haben.» Schuld seien finanzielle Engpässe, mit denen die Walliser Detailhandelsgruppe La Valaisanne Holding als Hauptlieferantin zu kämpfen habe.

Vorteil für die Kleinen

Branchenkenner hatten vor diesem Hintergrund schon vor einem Monat von einer «leichten, aber stetigen Erosion» unter den «Treffpunkt»-Läden gesprochen. Dieser Eindruck täusche nicht, sagt Stettler – um gleich nachzuschieben, dass selten die Hauptlieferantin allein den Ausschlag gebe. Wenn ein Kollege zum Beispiel zu Volg wechsle, habe er meist mehrere Gründe. Und sei es auch nur der, dass er sich bei dem zum Landi-Konzern Feanco gehörenden Lieferanten besser aufgehoben fühle.

Dennoch ist Stettler vom Konzept hinter den «Treffpunkt»-Läden nach wie vor überzeugt. Wichtig ist ihm, dass in diesem, nach dem plötzlichen Ende von «primo» und «vis-à-vis» vor vier Jahren gegründeten Zusammenschluss «jeder Detaillist ein freier Unternehmer bleibt». Zudem spiele eine Solidarität, die vorab den Kleinen zu Gute komme.

Andere Lieferantin?

Für die Zukunft kündigt Stettler Neuerungen an, die seinen Verbund noch stärken sollen. Zusammen mit den Kollegen von der Genossenschaft «Mini-Marché» wollen die «Treffpunkt»-Detaillisten eine Aktiengesellschaft gründen, über die sie gemeinsam einkaufen wollen. Zudem planen sie, in der neuen Firma auch ihre Werbeaktivitäten zu bündeln.

Wenn auf diese Art 150 Detaillisten mit einem Jahresumsatz von 50 Millionen Franken und mehr am Markt auftreten könnten, liessen sich im Einkauf bessere Bedingungen aushandeln, rechnet Stettler vor. Ob dann noch immer die La Valaisanne Holding Hauptlieferantin sein wird, lässt er offen. Möglich sei es, «wir haben aber auch andere Angebote».

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