Nun geht es um eine Bewilligung

Herzogenbuchsee

Ihre Ablehnung haben die Delegierten des ARA-Verbands deponiert: Sie stellen sich klar gegen die Idee des kantonalen Amts für Wasser und Abfall, die Abwasserreinigungsanlage in Wanzwil abzubrechen statt aufzurüsten.

Erfüllt die ARA die geltenden Vorschriften? Der Gemeindeverband, der die Anlage in der Önzmatte in Wanzwil betreibt, hat vor kurzem einen Entwurf für eine Einleitungsbewilligung erhalten.

Erfüllt die ARA die geltenden Vorschriften? Der Gemeindeverband, der die Anlage in der Önzmatte in Wanzwil betreibt, hat vor kurzem einen Entwurf für eine Einleitungsbewilligung erhalten.

(Bild: Thomas Peter)

Chantal Desbiolles

Die beiden ARA von Wanzwil und Wangen verbinden, das Abwasser nach Wangen pumpen und die Anlage des Gemeindeverbands ARA Region Herzogenbuchsee abbrechen? Diese Idee stösst den Verbandsdelegierten sauer auf (siehe Box). Nachdem Hans-Jörg Köchli, EWK-Geschäftsführer und Präsident des Gemeindeverbandes, diese Überlegungen des kantonalen Amts für Wasser und Abfall (AWA) Ende November publik gemacht hatte, haben sie vor rund einem Monat ihren Protest auch schriftlich festgehalten und eine Stellungnahme abgegeben.

Entwurf einer Bewilligung

Noch steht eine Antwort darauf aus, sagt Köchli. Post indes hat der Verband von der Behörde seither schon erhalten: Rund einen Monat nachdem die AWA-Pläne bekannt geworden sind, traf ein Entwurf einer Einleitungsbewilligung in Herzogenbuchsee ein. «Solch ein Papier gab es vorher nicht», stellt der EWK-Geschäftsführer fest, er mag aber im Gegenzug nicht darüber spekulieren, ob da ein Zusammenhang besteht. Daran, dass die ARA in Wanzwil die Erfordernisse erfüllen und weiterhin eine Bewilligung erhalten wird, zweifelt Köchli keinen Moment. Unterschiedlicher Auffassung, sagt er, sei man bei der Berechnungsmethode zur Sauberwassereinleitung; die Anforderungen an die Betriebssicherheit werden laut ihm indes übertroffen. 4,7 Millionen Kubikmeter Abwasser werden jährlich in Wanzwil gereinigt; dabei fallen über 14000 Kubikmeter Frischschlamm und 26 Tonnen Rechengut an.

Berner Zeitung

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