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Partnerin angeblich vergewaltigt

Sie waren mal ein Paar und doch keines. Sie wohnte im Oberaargau, er im Raum Zürich. Die Beziehung krachte zusammen. Er soll sie vergewaltigt und bedroht haben, sie machte eine Anzeige, und am Dienstag sahen sie sich vor Gericht.

Es ein ungewöhnlicher Fall, weil das Strafverfahren aufgrund einer Privatklage in Gang kam, die erst ein Jahr nach dem gravierendsten Vorfall eingereicht wurde. Ursprünglich wollte die Frau gar keine Anzeige machen. Sie litt unter dem Geschehen, brauchte psychiatrische Hilfe. Was geschehen war, hielt sie für normal, weil sie doch mit dem Mann liiert war, der sie – folgt man der Anklageschrift – übel missbraucht hatte. Erst auf Drängen von Freunden klagte sie.

Ihre Aussagen vor Gericht wirkte klar und genau, auch wenn sie manchmal Mühe hatte, über das Geschehen zu sprechen. Der wegen gravierender Verkehrsdelikte vorbestrafte Beschuldigte machte schon mal einen eigenartigen Eindruck und beantwortete Fragen zum Teil nur unwillig. Auf die Frage von Gerichtspräsident Samuel Schmid, ob er denn die ihm vorgeworfenen Taten in Ordnung finde, meinte er trocken: «Das müssen Sie mir sagen.» Und zu den Verkehrsdelikten hielt er fest: «Das sind keine Vorstrafen. Da ging es nur um den Strassenverkehr.»

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