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Pfiffige Ideen statt grosse Budgets

Am Wochenende wird in Langenthal gewählt. Eine Nacht der langen Messer gibt es nicht – Gerüchte, Ängste und Mutmassungen aber schon. Mit Plakaten, Klebern und ungewöhnlichen Inseraten wird bis zuletzt um jede Stimme geworben.

Mit offenen Karten: SP-Kandidaten zocken im Wahlkalender mit James Bond (links).
Mit offenen Karten: SP-Kandidaten zocken im Wahlkalender mit James Bond (links).
zvg
Jetzt wählen gehen: 50 dieser Kleber weisen den Weg zur Urne.
Jetzt wählen gehen: 50 dieser Kleber weisen den Weg zur Urne.
Robert Grogg
Die Schnitzelbankgruppe Schier Wiiber «unterstützt» ihr Mitglied Urs Zurlinden ungefragt mit diesem Inserat.
Die Schnitzelbankgruppe Schier Wiiber «unterstützt» ihr Mitglied Urs Zurlinden ungefragt mit diesem Inserat.
zvg
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Von Plakatwänden und aus dem Anzeiger lachen einem zurzeit reihenweise nette Personen entgegen, die für den Langenthaler Gemeinde- oder den Stadtrat kandidieren. Ein Inserat fällt auf: Die Schier Wiiber – eine Schnitzelbankgruppe von Männern, die immer als Frauen auftreten – «unterstützen» ihren Kollegen Urs Zurlinden mit zwei Fotos und dem Spruch «Er ist auch ‹Eine› von uns». Gefragt haben sie Zurlinden nicht. Sie haben ganz einfach seine Idee kopiert. Zurlinden ist FDP-Stadtrat. Er kandidiert auch für den Gemeinderat und hat von allen Kandidierenden wohl am meisten persönliche Inserate geschaltet. Er ist auch Biker, er ist auch Chorsänger, er ist auch Journalist oder eben Fasnächtler, stand da jeweils zu lesen. Rund 3000 Franken hat er für diese Kampagne nach eigenen Angaben bezahlt. «Wenn man sich für ein Amt interessiert, dann darf es einem auch etwas Wert sein», sagt er dazu. Die Inserate waren Zurlindens eigene Idee. Eigentlich wollte er die einheimische Agentur Pinc engagieren. Aber die nimmt keine politischen Aufträge an.

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