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Polizei bald Stammgast in Badi?

In der Badi Langenthal soll wieder mehr Ordnung und Respekt herrschen – mit Hilfe der Polizei. Das fordern zwei SVP-Stadträte.

In Olten ist bereits Realität, was jetzt zwei Stadträte auch für Langenthal fordern: dass die Polizei die Badmeister bei  ihrer Arbeit unterstützt.
In Olten ist bereits Realität, was jetzt zwei Stadträte auch für Langenthal fordern: dass die Polizei die Badmeister bei ihrer Arbeit unterstützt.
Adriana Bella

Als Patrick Freudiger (24) diesen Sommer wieder einmal in die Badi ging, war er «geschockt» vom «chaotischen Betrieb»: Da sprangen Jugendliche vom Fünfmeter- aufs Dreimeter-Brett hinunter, um sich möglichst hoch hinaufkatapultieren zu lassen. Andere machten sich einen Sport daraus, mit Anlauf vom Sprungturm möglichst weit ins Schwimmbecken hineinzuspringen und so die anderen Badegäste zu gefährden. «Ein Wunder, dass es da noch nicht zu einem schweren Unfall gekommen ist.»

Machtlose Badmeister?

Was Freudiger aber noch mehr zu denken gibt: «Die Badmeister haben immer mehr Schwierigkeiten, die Badeordnung durchzusetzen.» So weiss Freudiger von Fällen, da das Badpersonal als «Nazi» beschimpft und bedroht wurde. Und einem Badmeister, der einen Badi-Rowdy zurechtgewiesen hatte, sei sogar das Auto zerkratzt worden.

Solche Vorkommnisse haben den SVP-Jungpolitiker jetzt bewogen, zusammen mit seinem Parteikollegen Armin Flükiger (54) im Stadtrat ein Postulat einzureichen. Darin fordern die beiden Parlamentarier Massnahmen, damit das Schwimmbad-Personal die Badeordnung wieder durchsetzen kann. Insbesondere sei eine «erhöhte Präsenz der Polizei» zu prüfen, schreiben sie in ihrem Vorstoss.

«Die Badi gehört allen»

Als Urheber der zunehmenden Verrohung im Schwimmbad ortet Freudiger Jugendliche «meist ausländischer Herkunft», die im Gruppenverband oder in Banden aggressiv aufträten.

Folge: Langjährige Gäste, vor allem auch Familien, würden andere Schwimmbäder aufsuchen. «Und dabei», so Freudiger, «gehört die Langenthaler Badi doch uns allen.»

Stadt relativiert

Bei der Stadt sieht mans weniger dramatisch. Urs Affolter vom Bauamt, das fürs Schwimmbad zuständig ist, räumt zwar gewisse Probleme ein – etwa was «Gruppenbildungen» oder Vandalismus betrifft. «Im grossen Ganzen haben wir die Situation aber im Griff.»

Das Postulat zur Badi wird voraussichtlich an der Stadtratssitzung vom 26.Oktober behandelt.

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