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SVP behält Oberhand, Frauen verlieren ihre Sitze

Attiswil hat gewählt. Das Sitzverhältnis bleibt gleich. Neu ist aber der Gemeinderat ein reines Männerkabinett: Beatrice Meyer wurde abgewählt. Offen ist, ob Christian Gygax Präsident bleibt. Er verlor kräftig an Stimmen.

«Ich bin überhaupt nicht enttäuscht», sagt Beatrice Meyer. Die abgewählte SVP-Gemeinderätin lässt sich ihre gute Laune nicht nehmen. Damit müsse man rechnen. An ihrer Stelle wurde Parteikollege André Ryf gewählt. Damit sitzt keine Frau mehr im Attiswiler Gemeinderat. Brigitte Fuchs (FDP) konnte wegen Amtszeitbeschränkung nicht mehr antreten.

Gygax: Schlechtes Resultat

Die SVP hat ihr Ziel erreicht und den vierten Sitz behalten, den sie vor vier Jahren der SP abknöpfte. «Und dies trotz der Turbulenzen der SVP Schweiz. Das ist eigentlich erstaunlich», sagt Parteipräsident Daniel Zumstein.

Eine bittere Pille gibt es für die SVP dennoch zu schlucken: Christian Gygax, seit acht Jahren Gemeindepräsident, erzielte das zweitschlechteste Resultat unter den Gewählten. Gefehlt hat ihm der Halt in der eigenen Partei. «Als Gemeindepräsident muss man eben auch Geschäfte vertreten, die nicht allen passen», sagt er dazu.

Ob er Präsident bleibt, hängt von der SVP ab. SP und FDP erheben keinen Anspruch auf das Präsidium – solange Gygax bleibt. «Wir stehen hinter Christian Gygax», sagt SP-Präsident Peter Zysset. «Sollte die SVP aber einen anderen Kandidaten fürs Präsidium aufstellen, werden wir uns sicher einmischen.»

SP: Fünf Listen fehlten

«Zufrieden – aber mehr nicht», ist die SP. Sie erzielte zwar die besten Kandidatenresultate, für einen dritten Sitz reichte es aber auch bei diesen Wahlen knapp nicht. Gefehlt hätten 5 unveränderte SP-Listen. «Wir haben es versucht, aber es ist nicht gelungen», kommentiert Peter Zysset.

FDP: Sitz gerettet

Erleichtert ist hingegen die FDP. Obwohl sie mit zwei neuen Kandidaten antreten musste, konnte sie ihren Ratssitz behalten. «So gesehen ist das ein Erfolg, und darüber sind wir sehr glücklich», sagt FDP-Chef Kurt Fink.

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