Zum Hauptinhalt springen

Tiere reisen in die Winterresidenz

Bei schönstem Wetter ist Jakob Schenk mit seinen Tieren von der Alp gekommen – und wurde in Eggiwil herzlich empfangen.

Der Sommer ist vorbei. Mit dem Einzug des Herbstes ist auch die Zeit für den Abzug des Viehs von der Alp gekommen. Am Donnerstag waren jene Tiere an der Reihe, die den Sommer im Rämisgummen verbracht haben.

Prächtiges und warmes Herbstwetter hat Jung und Alt ins Dorfzentrum gelockt. Einerseits des Eggiwiler Märits wegen, andererseits weil die Besucher die Kühe von Jakob Schenk im Tal willkommen heissen wollen. Nach 120 Tagen auf der Alp sind die Kühe auf dem 16,5 Kilometer langen Weg von Rämmisgummen nach Geissschwand.

«Guet z’läbe»

Kinder mit Figurenballons und Erwachsene mit Foto- und Videokameras säumen die Hauptstrasse in Eggiwil. Sie alle wollen den Alpabzug sehen. Wie angekündigt durchquert die Älplerschar kurz vor Mittag das Dorf. In der vordersten Reihe läuft ein dreijähriges Mädchen im Röcklein zwischen ihrer Mutter und ihrem Grossvater, die sich traditionell in Tracht und «Kühermutz» gekleidet haben. Ihnen folgen rund vierzig Kühe und vier Geissen sowie einige Familienmitglieder und Freunde, die die Tiere lotsen. Auch ein paar Kühe wurden geschmückt – mit Blumenkränzen, die Schenks Schwiegertochter Regina Dummermuth gemacht hat. Eine Kuh trägt die Botschaft «I de Bärge isch guet z’läbe» auf ihrem Glockenriemen.

Schon bald am Ziel

«Zwei Drittel der Strecke ist das Mädchen alleine gelaufen», sagt ihr Grossvater Jakob Schenk stolz. Und kurz ist die Strecke nicht. Zwei Stunden zuvor ist die Gruppe für ihre Reise ins Tal aufgebrochen. «Eine Stunde für fünf Kilometer braucht man mit den Kühen schon», sagt er. Zum Glück seien während der Wanderung überhaupt keine Probleme aufgetreten.

In Eggiwil legen die Kühe und ihre Begleiter eine Pause ein. Eine Strecke von rund 6,5 Kilometern bis Geissschwand wartet noch auf sie, bevor sich die Kühe wieder an das Leben im Tal gewöhnen können.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch