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Top-Minigolfer trafen sich zum Cupfinal

Die besten Minigolfer der Schweiz trafen sich in Langnau zum Cupfinal – Einheimische waren nicht mit von der Partie.

Solothurn ist eine Minigolfgrossmacht. Doch seit EC Bern-Enge und Langnau zusammen in der Indooranlage trainieren, besteht Hoffnung, den Abstand aufzuholen. Auch Burgdorf sei immerhin in der Nationalliga A. Langnau ist einer der wenigen Orte, wo man auch im Winter Minigolf spielen kann. Die nächstgelegenen Möglichkeiten wären in Olten oder Yverdon zu finden. Das Plausch-Erlebniscenter an der Schmiedenstrasse 8, in dem man sich auch verpflegen oder Bowling spielen kann, bietet eine mit viel künstlichem Grün gestaltete Indoorminigolfanlage.

Hier können keine äusseren Einflüsse den Elitespielern einen Streich spielen. Das sei natürlich wichtig, wenn es wie beim Schweizer Cupfinal darum gehe, den besten Einzelspieler und die beste Mannschaft zu küren, sagt Urs Schmid, der Presseverantwortliche des Schweizer Minigolfverbandes.

Berner ohne Chance

Speziell sei, dass nicht die Gesamtzahl der Abschläge, sondern die Punkte auf jeder einzelnen Bahn gewertet werden. Die Spieler des EC Bern-Enge haben sich mit ihren Kollegen von Langnau zusammengeschlossen, weil sie sich mit 60 Mitgliedern – wovon 15 Lizenzierte – bessere Chancen ausrechnen. Leider konnten sie sich trotzdem nicht für den Cup qualifizieren, zu stark war die Übermacht aus dem Westen. «Sechs der acht Mannschaften stammen aus dem Kanton Solothurn», sagt der Berner Gerhard Zuberbühler. Das werde sich «vielleicht bald ändern», weil man in Langnau auch im Winter gute Trainingsmöglichkeiten habe und fleissig übe. Im Sommer bevorzuge man jedoch die Anlagen im Freien.

50'000 Bälle

Was Zuberbühler sonst noch über Eliteminigolfer zu berichten weiss, versetzt einen Sonntagsplauschspieler in ungläubiges Staunen. Es gäbe über 50000 (in Worten: fünfzigtausend) verschiedene Typen von Minigolfbällen. Er persönlich besitze nur deren 500, während die Besten vielleicht 1000 bis 1300 zu Verfügung hätten. Das erklärt, warum die Spieler an Turnieren so grosse Koffer mit sich schleppen. Die Bälle würden sich in vielem unterschieden, sagt Zuberbühler. Es gebe zum Beispiel die «toten» Bälle, die beim Fallenlassen liegen bleiben. Dann die «elastischen», die springen, die kleinen, grossen, harten, weichen, lackierten, strukturierten und beschichteten Bälle.

Lauter Asse

Auf vertrauten Bahnen wisse ein Spieler genau, welchen Ball er wie spielen soll. Auswärts hingegen müsse er es erst ausprobieren. Damit sind die Cupteilnehmer momentan beschäftigt. Es herrscht eine angespannte Stille und Konzentration, obwohl, wo man hinschaut, Asse – also Treffer mit einem Schlag – gespielt werden. Als Hobbyspieler könnte man das perfekte Können fast langweilig finden, wenn man an die Kapriolen und das Gelächter beim Spiel mit Freunden denkt.

Jeden Abend üben

Unter den Teilnehmern gibt es auch Frauen und Jugendliche, die zur Mannschaft gehören. Da beim Minigolf Technik, Gefühl und Wissen zählen und nicht Kraft, macht man keinen Unterschied. Wer richtig spielen lernen möchte, schliesst sich laut Zuberbühler am besten einem Klub an. Handicaps gibt es im Gegensatz zum Golf nicht, auch sonst gibt man sich weniger elitär. Wer fleissig übt, und damit meint Zuberbühler jeden Abend, kann es weit bringen. Wie etwa der in Langnau anwesende Einzel-Weltmeister Michel Rhyn aus Yverdon, der jedoch in Olten trainiert, weil das «der bessere Klub» sei.

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