Langnau

Die drei Sommerlinden müssen weg

LangnauIm Sommer wird das Zeltdach auf dem Langnauer Viehmarktplatz allein Schatten spenden müssen. Die drei Bäume dahinter werden gefällt.

Abgestorbene Äste könnten herunterfallen. Deshalb werden die drei Bäume bald umgesägt.

Abgestorbene Äste könnten herunterfallen. Deshalb werden die drei Bäume bald umgesägt. Bild: Thomas Peter

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Bald wird etwas fehlen auf dem Langnauer Viehmarktplatz: Drei gewaltige Sommerlinden, an die sich das Auge derart gewöhnt hat, dass sie im Alltag kaum mehr wahrgenommen werden, sollen demnächst verschwinden. Die Lücke wird auffallen.

Es sind die drei Bäume hinter dem BZ-Gebäude, die im Verlaufe der nächsten Wochen die Motorsäge zu spüren bekommen werden. Jene Linde beim Eingang zum Kleider- und Schuhgeschäft Vögele hingegen darf stehen bleiben. Von den anderen dreien geht offenbar eine Gefahr aus. «Im Januar wurde festgestellt, dass grosse Äste abgestorben sind», erklärt Bauinspektor Ronald Aeschlimann auf Anfrage.

Ein Baumpflegespezialist habe der Gemeinde daraufhin empfohlen, die drei alten Linden zu fällen, um Personen- oder Sachschaden zu vermeiden. Soweit ohne bauliche Massnahmen möglich, würden auch die Wurzeln entfernt. Ersatzpflanzungen sind laut Aeschlimann keine vorgesehen. «Es hat noch genügend Bäume im Dorfzentrum», fügt er hinzu.

Die Langnauer Bauverwaltung kündigte die geplante Fällaktion im «Anzeiger Oberes Emmental» an. Und sie schrieb: «Die Neu­gestaltung des Platzes hat den Wurzelbereich der Bäume stark beeinträchtigt.» Es stellt sich also die Frage, ob man heute anders vorgehen würde.

Dazu gibt ­Ronald Aeschlimann zu bedenken: «Bei der Platzgestaltung war man darauf bedacht, möglichst alle Interessen zu berücksichtigen.» Die Akzeptanz des heute vielfältig genutzten Viehmarktplatzes in der Bevölkerung zeige, dass dies wohl gelungen sei. «Dies würde auch heute angestrebt werden», meint Aeschlimann.

Zudem ein Nussbaum

An der Lindenstrasse, hinter dem Altersheim Dahlia Oberfeld, werden demnächst ebenfalls die ­Motorsägen aufheulen. Dort soll ein etwa 80-jähriger Nussbaum dran glauben, da er mit seinem Wurzellauf den Asphalt hebe, was zu Stolperfallen führe. Zudem faulen die Wurzeln offenbar, was die Bruchsicherheit der Krone und die Standsicherheit des Baumes beeinträchtige. «Die Verkehrssicherheit ist nicht mehr gewährleistet, und eine Fällung ist unumgänglich», schreibt die Gemeinde. (Berner Zeitung)

Erstellt: 08.03.2017, 06:04 Uhr

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