Wohnen, wo Hockey gespielt wurde

Die ersten von 43 Doppel- und Reiheneinfamilienhäusern auf dem Areal der früheren Kunsteisbahn in Burgdorf sollen im Herbst 2021 bezugsbereit sein. Die Burger stellen das Land im Baurecht zur Verfügung.

Etwa die Hälfte der Wohnsiedlung Burgermatt wird dort gebaut, wo früher das Eisstadion stand – am Weg entlang der Emme.

Etwa die Hälfte der Wohnsiedlung Burgermatt wird dort gebaut, wo früher das Eisstadion stand – am Weg entlang der Emme.

(Bild: Beat Mathys)

«Die Siedlung Burgermatt ist ein zeitgenössischer Beitrag an die haushälterische Nutzung des Bodens», ist der Leiter der Burgdorfer Baudirektion, Rudolf Holzer, überzeugt. Das Projekt, das den Bau von 43 Doppel- und Reiheneinfamilienhäusern zwischen Neumattstrasse und dem Damm der Emme vorsieht, ist gestern vorgestellt worden. Das 14'500 Quadratmeter grosse Landstück zwischen Fussballplatz und Schlangenschächeli wird von der Burgergemeinde im Baurecht abgegeben. Bauherrin ist die Generalunternehmung Kühni AG, Ramsei, als Architekt zeichnet Ueli Arm von Kaufmann und Arm AG, Burgdorf, verantwortlich.

Damit steht fest, dass die nach dem Abbruch der Kunsteisbahn entstandene Brache zu einem neuen Wohnquartier werden wird. Der Baurechtszins sei mit knapp unter 8 Franken pro Quadratmeter und Jahr bewusst so tief angesetzt, damit sich auch Familien den Traum vom Eigenheim verwirklichen könnten, sagte Burgerratspräsident Christoph Bürgi.

Noch steht zwar nicht genau fest, zu welchem Preis die Häuser verkauft werden. Christoph Wyss von der Immobiliendienstleisterin Lubana AG, welche die Häuser vermarkten wird, geht jedoch von Preisen von 500'000 bis 800'000 Franken aus. Entscheidend ist dabei nicht nur der unterschiedliche Ausbaustandard, sondern auch die Wohnfläche. Käufer von Reihenhäusern können sich für unterschiedliche Geschossflächen von 257, 269 und 280 Quadratmetern entscheiden, bei den Doppeleinfamilienhäusern beträgt die Standardfläche 278 Quadratmeter.

Bauen in Reih und Glied: vorne die Doppel-, hinten die Reiheneinfamilienhäuser. Foto: PD

Dass sich die Burgergemeinde für die Kühni AG entschieden habe, sei auch auf deren grosse Erfahrung beim Wohnbau mit dem Werkstoff Holz zurückzuführen, erklärte Bürgi. Gesamtprojektleiter Ulrich Kühni sagte, seine Firma, die 170 Mitarbeiter beschäftigt, produziere jährlich 50 Wohneinheiten, fast gänzlich mit Schweizer Holz. Er geht davon aus, dass die Baubewilligung bis Mitte 2020 vorliegen wird, dann werde sofort gestartet. Bereits im Herbst 2021 sollen die ersten Häuser bezugsbereit sein.

Bau in drei Etappen

Die Siedlung soll in drei Etappen gebaut werden. Entscheidend ist, wie rasch die 43 Häuser verkauft werden können. Christoph Wyss ist überzeugt, dass die Nachfrage gross sein wird. Bereits hätten sich gegen 40 Personen für Wohnraum in der Siedlung Burgermatt interessiert, wenn auch noch unverbindlich. Im Gegensatz zu Mietwohnungen, von denen jetzt zu viele gebaut würden, gebe es eine Nachfrage nach Einfamilienhäusern im Eigentum, sagte Wyss gegenüber dieser Zeitung. Sobald die Preise feststehen, soll mit dem Verkauf begonnen werden. Dies soll im Spätsommer der Fall sein.

Die neue, im Minergiestandard gebaute Siedlung im Nordwesten der Stadt, in unmittelbarer Nähe zur Emme und etwa einen Kilometer vom Bahnhof entfernt, werde speziell auf die Bedürfnisse von Familien ausgerichtet sein. Gefahrloses Spielen im Grünen heisst die Devise. Platz für 55 Autos hat es in der Tiefgarage. Von dort gibt es zu jedem Haus einen Zugang.

Berner Zeitung

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