Cinété – Filme unter freiem Himmel

Burgdorf

Diese Woche im Programm: Mutige, verliebte, rebellische, starke Frauen.

Die mutigen Frauen aus #Female Pleasure stehen am Freitag im Mittelpunkt.

Die mutigen Frauen aus #Female Pleasure stehen am Freitag im Mittelpunkt.

(Bild: pd)

Es ist Sommer – und damit Zeit für Cinété: Die Verantwortlichen der Burgdorfer Kinos zeigen im Garten des Restaurants Schützenhaus Filme unter freiem Himmel. Als Medienpartnerin verlost die «Berner Zeitung» ­dienstags Gratistickets, jeweils zwei mal zwei Stück pro Abend. Die Filme werden in Original­version mit deutschen Untertiteln gezeigt. Los geht es beim Eindunkeln, also um etwa 21 Uhr. Die Vorstellungen finden bei jeder Witterung statt. (we)

#Female Pleasure

Sie brechen Tabus.

Freitag, 2. August Fünf mutige, kluge und selbstbestimmte Frauen stehen im Zentrum von Barbara Millers Dokumentarfilm #Female Pleasure. Sie brechen das Tabu des Schweigens und der Scham, das ihnen die Gesellschaft oder ihre religiösen Gemeinschaften mit archaisch-patriarchalen Strukturen auferlegen. Mit einer unfassbaren positiven Energie und aller Kraft setzen sich Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner und Vithika Yadav für sexuelle Aufklärung und Selbstbestimmung aller Frauen ein, hinweg über jedwede gesellschaftliche sowie religiöse Normen und Schranken. Dafür zahlen sie einen hohen Preis – sie werden öffentlich diffamiert, verfolgt und bedroht, von ihrem ehemaligen Umfeld werden sie verstossen und von Religionsführern und fanatischen Gläubigen sogar mit dem Tod bedroht.

After Passion

Sie entdecken das Leben.

Samstag, 3. August Tessa Young ist ein braves Mädchen, wie es im Buche steht. Klug, wohlerzogen und mit klaren Plänen für die Zukunft. Als sie ans College kommt, lernt sie den Bad Boy Hardin Scott kennen, der sie wie magisch anzieht. Düster, unverschämt, unberechenbar und verdammt sexy – er verkörpert all das, was sie nicht sein will. Hals über Kopf verliebt sie sich und je mehr sie ihm verfällt, desto mehr wird ihr klar: Sie wird selbst nie wieder die sein, die sie einmal sein wollte.

Die göttliche Ordnung

Sie wehrt sich.

Montag, 5. August Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die 1971 mit ihrem Mann und zwei Söhnen in einem beschaulichen Schweizer Dorf lebt. Hier ist wenig von den gesellschaftlichen Umwälzungen der 68er-Bewegung zu spüren. Der Dorf- und Familienfrieden kommt jedoch gehörig ins Wanken, als Nora beginnt, sich für das Frauenstimmrecht einzusetzen. «Die göttliche Ordnung» ist der erste Spielfilm über das Schweizer Frauenstimmrecht und dessen späte nationale Einführung 1971. Drehbuchautorin und Regisseurin Petra Volpe nimmt das Publikum mit auf eine emotionale Reise in die ländliche Schweiz der 70er Jahre und diese bahnbrechende Zeit. «Die göttliche Ordnung» setzt all den Menschen ein Denkmal, die für gleiche politische Rechte gekämpft haben, sowie all jenen, die sich auch heute für Gleichberechtigung und Selbstbestimmung engagieren.

Bis ans Ende der Träume

Sie lebt ihr Leben.

Dienstag, 6. August Beide wollen sie radikal sich selber sein und ihr Leben frei gestalten. Diese in den 1950er Jahren kühne Vision haben Katharina von Arx und Freddy Drilhon, als sie sich auf abenteuerlichen Reisen in der Südsee kennenlernen. Eine leidenschaftliche Liebe fügt sie zusammen; sie wird als Reisejournalistin und Zeichnerin, er als Fotograf international bekannt. Als sich die beiden mit ihrer Tochter im waadtländischen Romainmôtier niederlassen, um ein mittelalterliches Priorhaus zu ihrem Lebensmittelpunkt zu machen, wird ihre Beziehung auf eine dramatische Probe gestellt. Während Katharina ihre ganze Leidenschaft in die Restauration des Hauses steckt, hält es Freddy im abgelegenen Romainmôtier bald nicht mehr aus. Nach einem schweren Konflikt kommt es zum Bruch zwischen den beiden. Freddy verlässt Katharina und will an der Südküste Englands ein neues Leben beginnen – doch dann flammt die Liebe der beiden von neuem auf. Nach seinem Buch «Verliebte Feinde» und dem Drehbuch zum gleichnamigen Film von 2013 verfilmt Wilfried Meichtry diese neue spannende Beziehungsgeschichte nun selber. In zahlreichen Gesprächen erzählte ihm die alte Katharina von Arx ihr ungewöhnliches Leben und gewährte ihm Zugang zum Privatarchiv. Die mehrfache Schweizer Filmpreis-Gewinnerin Sabine Timoteo und der in Belgien lebende Schweizer Schauspieler Christophe Sermet geben in dieser Doku-Fiktion Katharina von Arx und Freddy Drilhon neue Gestalt.

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