Das Geld für den Friedhof ist da

Langnau

Der Verpflichtungskredit für die Umgestaltung gab im Grossen Langnauer Gemeinderat zu reden.

Bis 2030 sollen 1,3 Millionen Franken für die Neugestaltung des Langnauer Friedhofs investiert werden.

Bis 2030 sollen 1,3 Millionen Franken für die Neugestaltung des Langnauer Friedhofs investiert werden.

(Bild: Marcel Bieri)

Es wurde bedrückend ruhig an der Versammlung, als Gemeinderat Jürg Gerber (SVP) die Weiterentwicklung des Friedhofs ansprach. «Es handelt sich hier um ein ernsthaftes und emotionales Thema, das uns alle früher oder später in irgendeiner Weise betreffen wird», sagte er.

Er begann darauf folgend die Geschichte des Friedhofs aufzurollen: Anfang des 20. Jahrhunderts sei in der Längägerte ein Bauernheimet umgenutzt worden. Seit dieser Zeit seien dort erst zwei grössere Eingriffe vorgenommen worden. In den 40er-Jahren wurde das Areal vergrössert und im Jahr 1978 wurde die neue Aufbahrungshalle und der dazugehörige Vorplatz gebaut.

Der Kies sei schon seit den Anfängen des Friedhofs derselbe und mache den Friedhof für Rollstuhlgängige schwer zugänglich. Zusätzlich würden Urnenbestattungen vermehrt den Erdbestattungen vorgezogen, wodurch mehr Platz für gestalterische Elemente frei würde.

Alle an Bord

«Mir wurde fast schlecht, als ich sah, was ich mit meinem Postulat ausgelöst habe» , kommentierte Peter Lehmann (BDP) das Projekt. Bis 2030 sollen 1,3 Millionen Franken investiert werden. Dennoch sei es eine Marketingmöglichkeit für Langnau, meinte er. Auch die anderen Fraktionen der Ortsparteien äusserten ihre Besorgnis über die Höhe des Betrags.

So auch Christoph Uttiger: «Die EVP gibt dem Gemeinderat zu bedenken, dass ein Minus budgetiert ist». Trotzdem dürften die Gebühren für die Gräber auf keinen Fall steigen. Die SVP-Fraktion begrüsste die Ausschreibung der Bauarbeiten an private Unternehmen. Sie erhofften sich, dass durch den Wettbewerb die Preise sinken würden.

Seitens des Gemeinderates wusste Jürg Gerber die Geldsorgen einzudämmen. «Es wurde in der Vergangenheit viel gespart am Friedhof.» Die 1,3 Millionen seien zwar viel Geld, aber alle hundert Jahre neue Wege zu bauen, müsse drinliegen. Dank diesen Wegen könnten in Zukunft die Unterhaltskosten gesenkt werden. Der Verpflichtungskredit wurde vom Grossen Gemeinderat einstimmig angenommen.

Berner Zeitung

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