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Das Gewinner-Bild erinnert an Pianotasten

Die Studentin Meret Fischli hat den Sieg beim Wettbewerb davongetragen. Ihr Plakat wird für die Jazz Nights Langnau werben.

Überzeugt die Jury: Meret Fischli, Studentin an der Zürcher Hochschule der Künste, wurde für ihre Kreativität belohnt.
Überzeugt die Jury: Meret Fischli, Studentin an der Zürcher Hochschule der Künste, wurde für ihre Kreativität belohnt.
Daniel Fuchs

Der traditionelle Kick-off der Jazz Nights Langnau im Gasthof Bären ist Aus- und Rückblick ­zugleich. Im Rückblick dankt Geschäftsführerin Angela Schmo­cker allen freiwilligen Helfern: «Ohne euch wäre der Grossanlass in der heutigen Form undenkbar.» Weiter stellt sie fest, man sei finanziell knapp durchgekommen, und zieht letztlich mit strahlendem Gesicht Bilanz: «Mir sy extrem zfride.»

Zürcherische Wortfetzen

Friede, Freude, Eierkuchen – es herrscht breite, bernische Gemütlichkeit. Man wähnte sich bei Gotthelf, wären da nicht immer wieder elegante zürcherische und spitze sankt-gallische Wortfetzen dazwischen. Sie stammen von einem halben Dutzend Lernenden der Zürcher Hochschule der Künste, welche jene 22 Studenten und Studentinnen des dritten Semesters vertreten, die am Wettbewerb teilgenommen haben. Sie sind zur Siegerehrung nach Langnau angereist.

Es wurde eine Siegerinnen­ehrung, denn gewonnen hat die junge Studentin Meret Fischli. Auf die Frage des Chronisten, ob sie beim Entwerfen der parallelen Geraden auf ihrem Werk an die Tasten eines Pianos gedacht und ob der von der Schule zur Einstimmung auf das Thema organisierte Besuch des Jazzclubs Moods in Zürich die Plakatgestaltung beeinflusst habe, verneint die Siegerin beides: «Sie mögen vielleicht ein Piano sehen, ich aber habe nie an eines gedacht, und im Moods waren wir erst, als der Plakatentwurf schon feststand.»

Stolzer Vater

Während letztes Jahr die Auszubildenden von Vertretern der Schulleitung begleitet waren, bleiben sie dem Anlass diesmal fern. Dafür ist einer wieder dabei, der 2016 aus Gesundheitsgründen gefehlt hatte und um den man sich grosse Sorgen machte, die Seele der Jazz Nights nämlich, Gründer und Organisator Walter Schmocker himself.

Sichtlich stolz steht er als Vater hinter Tochter Angela anlässlich von deren Ausführungen, und ebenso stolz erlaubt er als Festivalorganisator dem Chronisten am Ende der Veranstaltung einen Blick ins Programm der kommenden Jazz Nights. Sie gehen vom 25. bis 29. Juli wiederum über die Bühne in der Kupferschmiede.

Jazzfreunde werden sich diese Daten dick anstreichen, denn mit Ambrose Akinmusire – dem wohl innovativsten Trompeter der heutigen Jazzszene – und den Saxofonstars Joe Lovano, Dave Liebman und Greg Osby kommt absolute Weltspitze nach Langnau. Und bringt mit Musik aus New Yorker Lofts lebhafte Grossstadtimpulse ins beschauliche Emmental.

www.jazz-nights.ch

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