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Der Friedhof von oben

Studierende der Höheren Fachschule der Gartenbauschule Oeschberg experimentieren mit Flug­aufnahmen.

So präsentiert sich die Anlage aus der Vogelperspektive. Das Drohnenbild ist das Resultat eines Pilotversuchs.
So präsentiert sich die Anlage aus der Vogelperspektive. Das Drohnenbild ist das Resultat eines Pilotversuchs.
zvg

Der Friedhof Utzenstorf aus einer ungewohnten Perspektive: Eine Drohne liefert Bilder von oben – so, wie das Gelände sonst nie zu sehen ist. Bei der Aktion handelt es sich um einen Pilotversuch von Studierenden der Gartenbauschule Oeschberg. Sie sammeln Erfahrungen im Umgang mit einer Drohne und deren Daten.

Der Friedhof ist Testgelände, er dient als Lernobjekt für den Vermessungskurs. Die Herausforderung beginnt erst nach dem Flug: Dann müssen die Daten generiert, ausgewertet und im Computer zusammengefügt werden. «Die Verwendung von Luftaufnahmen ist für uns eine neuartige Methode, um Bäume, andere Pflanzen und Gartenbauteile zu erfassen», sagt Michael Flühmann, Leiter Höhere Fachschule an der Gartenbauschule.

Bisher hätten die Studierenden dafür das Programm von Google Earth und Geo Gys benutzt. «Mit der Drohne gibt es nun qualitativ sicherlich noch bessere und aktuellere Bilder. Das ist eine Chance für den Unterricht.»

Echte Auftraggeber

Später stellen die Studierenden ihr Resultat einer anderen Klasse zur Verfügung: Sie werden für ein weiteres Projekt verwendet. Der Gemeinderat hat nämlich die Gartenbauschule beauftragt, zusammen mit den Studierenden der Höheren Fachschule Technik ein Pflegekonzept für den Friedhof zu erarbeiten. Das Ziel: Die Friedhofanlage soll mithilfe des Konzepts ansprechend, naturnah und kostengünstig gestaltet und gepflegt werden. Zudem sollen aktuelle digitale Pläne erstellt werden.

Seit dem Wechsel des Lehr­planes werde der Fokus nun vor allem auf problemlösungs- und projektorientiertes Arbeiten gelegt, erklärt Leiter Flühmann. «Die angehenden Technikerinnen und Techniker üben vermehrt an Realprojekten, das heisst, sie gehen raus und kommen mit echten Auftraggebern und Wünschen in Berührung.»

Bereits in Biel und Willisau hatten sich Technikerklassen der Gartenbauschule Oeschberg in der Vergangenheit mit Fried­höfen und deren Potenzial betreffend die Pflege auseinandergesetzt. Nun kam die Anfrage aus Utzenstorf. Im nächsten Herbst wird mit der Arbeit am Realobjekt begonnen. Im Dezember wird die Klasse dann ihre Ergebnisse präsentieren.

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