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Die Leidtragenden sind die Vereine

Die Dächer des Mehrzweckgebäudes geben seit bald einem Jahr zu reden. Zuletzt sorgte ein Wasserschaden für Ärger.

Die Utzenstorfer Mehrzweckhalle ist wegen eines Wasserschadens für vier Wochen gesperrt.
Die Utzenstorfer Mehrzweckhalle ist wegen eines Wasserschadens für vier Wochen gesperrt.
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Die Turnhalle im Utzenstorfer Mehrzweckgebäude ist während rund vier Wochen gesperrt – wegen eines Wasserschadens. Das meldete die Gemeinde Anfang Monat. Das Problem steht im Zusammenhang mit der Sanierung der Tonnendächer des Gebäudes. Über den dafür nötigen Kredit wurde vor einem Jahr abgestimmt. Nach hartem Abstimmungskampf sprach sich die Utzenstorfer Bevölkerung hauchdünn für die Investition von etwa einer Million Franken aus (wir berichteten).

Stark eingeschränkt

Seit etwa einem Jahr beschäftigen diese Dächer also Volk, Politik und Verwaltung – sowie zurzeit auch viele Handwerker. Sie arbeiten an den Tonnendächern sowie am Flachdach der Mehrzweckhalle. Zudem muss nach dem Wasserschaden die Turnhalle getrocknet werden. Laut Hanspeter Rentsch, Leiter der Utzenstorfer Bauverwaltung, läuft das Trocknen nach Plan. Messungen hätten gezeigt, dass die Feuchtigkeit zurückgehe. Es werde damit gerechnet, dass die Halle ab Montag, 5. November, wieder zugänglich sei.

Das ist einerseits eine gute Nachricht für die Schulklassen, andererseits aber vor allem für die Vereine im Dorf. «Sie sind die Leidtragenden des Wasserschadens, da sie im Moment die Turnhalle nicht nutzen können», so Rentsch. In Utzenstorf gibt es eine Dreifach- und zwei Einfachturnhallen. Derzeit stehen nur die beiden kleinen zur Verfügung, was die Vereine natürlich stark einschränke.

Wie ist es überhaupt zum Schaden gekommen? Bei den Sanierungsarbeiten der beiden Tonnendächer auf dem Mehrzweckgebäude sei ein Fehler passiert, erklärt der Bauverwalter. Eine Regenrinne sei entfernt worden, weil sie ersetzt werde. Während der Bauzeit hätte provisorisch abgedichtet werden sollen. Doch da sei etwas schiefgelaufen, sagt er. Man habe dann Feuchtigkeit in den Wänden und im Boden der Turnhalle festgestellt. Deshalb wurden Löcher gebohrt und Trocknungsschläuche in Boden und Wänden befestigt.

Ein Versicherungsfall

Der Fehler passierte der Hector Egger Holzbau AG, die für die mittlerweile abgeschlossenen Arbeiten am Unterdach zuständig war. «Weil es plötzlich stark geregnet hatte, löste sich teilweise die provisorische Abdeckung der Rinne», erklärt Josef Meienberger, Projektleiter bei der Hector Egger Holzbau AG aus Langenthal. Die Sache ist ihm spürbar unangenehm, «vor allem, weil hauptsächlich die Dorfvereine davon betroffen sind», wie er entschuldigend sagt. Wie hoch der Schaden sei, kann Meienberger noch nicht beziffern, da die Trocknung noch nicht abgeschlossen sei. Klar ist aber, dass die Versicherung die Kosten übernimmt.

Die Sanierung der Tonnendächer selbst ist laut Rentsch bereits weit fortgeschritten. Zudem hat soeben die Reparatur des Flachdachs begonnen. Dafür hat der Gemeinderat im September ein Kredit von 140 000 Franken gesprochen. Denn bei der Abstimmung im vergangenen Jahr war noch nicht vorgesehen, das Flachdach ebenfalls zu sanieren.

Doch bei der Vorbereitung der Arbeiten an den Tonnendächern sei festgestellt worden, dass die Flachdachisolation durchnässt sei, erklärt Rentsch. Er betont: Das Dach sei zwar undicht, es sei aber noch nirgends Wasser reingelaufen. Eine Renovation des Flachdachs zum jetzigen Zeitpunkt bringe im Übrigen finanzielle Vorteile mit sich, so der Bauverwalter.

Da auch die Tonnendächer saniert würden, könnten Synergien genutzt werden. Rentsch geht deshalb davon aus, dass der Kredit für die Tonnendächer unterschritten wird und auch die 140 000 Franken für das Flachdach nicht ganz ausgeschöpft werden müssen. Und schliesslich erklärt er: «Der Schaden führte auch zu keiner Verzögerung der Sanierung.» Circa Ende November sollten alle Arbeiten abgeschlossen sein.

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