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Ein Gebiet mit Entwicklungspotenzial

Südlich und nördlich des Bahnhofs sollen ein Depot sowie ein ­Alterszentrum und fast 70 Mietwohnungen ­entstehen. Die Grundeigentümer der geplanten Überbauung unterhalten sich nun mit den Verantwortlichen des RBS.

Neben der Kartoffelzentrale will der RBS bauen (vorne). Auf der freien Fläche nördlich des ­Bahnhofs zwischen ­Linden- und Ahornweg ist eine Wohnüberbauung geplant (hinten).
Neben der Kartoffelzentrale will der RBS bauen (vorne). Auf der freien Fläche nördlich des ­Bahnhofs zwischen ­Linden- und Ahornweg ist eine Wohnüberbauung geplant (hinten).
Thomas Peter

Das Gebiet rund um den Bahnhof Bätterkinden wird sich in den nächsten Jahren stark entwickeln. Der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) plant in der Leimgrube neben der Kartoffelzentrale ein Bahndepot.

Dort sollen die Züge abgestellt und instand gehalten werden. Bis zum 8. März läuft eine Mitwirkung, in der die Bevölkerung ihre Meinung zum umstrittenen Projekt kundtun kann. Der RBS hat zudem weitere Pläne für den Ausbau des Bahnhofs Bätterkinden.

Im Weiteren stellten Ende Januar Christine Hubler und Daniel Hug ihr Projekt «Ahornpark» vor, eine Überbauung südlich des Bahnhofs. Auf einem gut 1,5 Hektaren grossen Grundstück, das Hublers Vater gehört, sollen ein Alterszentrum und sieben Wohnhäuser mit 69 Mietwohnungen gebaut werden (wir berichteten).

Interessen bündeln

Diese mögliche Entwicklung des Gebiets passt aber nicht allen: Eine Interessengruppe, der mittlerweile über 660 Personen an­gehören, kämpft vehement gegen das RBS-Depot. Die Gegner ­be­fürchten zusätzlichen Lärm und eine Verschandelung des Orts­bildes.

Machen sich die Initianten des «Ahornparks» ebenfalls Gedanken über die Pläne des Bahnunternehmens? Das Depot des RBS sei auf der anderen Seite des Bahnhofs geplant. Von daher bestehe für das Projekt Ahornpark eine gewisse Betroffenheit, erklärt Daniel Hug.

«Wir sind im Gespräch mit dem RBS und haben ein Treffen vereinbart. Danach werden wir analysieren, welche Auswirkungen das geplante Depot auf unser Bauprojekt haben wird.» Ebenso werde dann entschieden, ob sie sich an der Mitwirkung beteiligen würden, so Hug. Fabienne Thommen, Mediensprecherin des RBS, bestätigt, dass Gespräche mit der Grundeigentümerschaft des Projekts Ahornpark vorgesehen sind.

Bei solchen Grossprojekten sei es gut, zu schauen, wo gemeinsame Interessen gebündelt werden könnten, erklärt sie.

Eine Projektbegleitgruppe

Ganz sicher an der Mitwirkung teilnehmen wird die IG Bätterkinden. Mitglied und Sprecher Jürg Reinhard erklärt, die Interessengruppe werde eine Eingabe einsenden und sammle dafür Unterschriften, um ihr mehr Gewicht zu geben.

Zudem hoffe er, dass sich auch möglichst viele Mitglieder der IG und Einwohner Bätterkindens selbst an der Mitwirkung beteiligten. Auch Burgergemeinde und Gemeinderat werden eine Eingabe machen.

Der RBS ist laut Thommen derzeit daran, für das geplante Bahndepot auf der Leimgrube eine Projektbegleitgruppe aufzugleisen. «Sie soll zum Beispiel über mögliche Zufahrten mitreden können», so Thommen. Sie wird hingegen nicht mehr über den Standort Leimgrube diskutieren.

Der Grosse Rat hat aufgrund einer Motion von Emmentaler Grossräten entschieden, dass zur Evaluation des Depotstandortes keine Begleitgruppe gebildet wird.

Das letzte Wort in Sachen Bahndepot hat schliesslich der Regierungsrat: Er soll noch diesen Frühling entscheiden, ob der Standort Leimgrube in den kan­tonalen Richtplan aufgenommen wird oder nicht. Das ist Bedingung für den Bau eines Depots. «Dieser Entscheid ist also wegweisend für unser Projekt», sagt Thommen.

Die Perrons verlängern

In Bätterkinden hat der RBS nebst dem Bahndepot noch weitere Vorhaben: Ab Dezember 2020 soll die Linie S8 nicht mehr nur bis Jegenstorf, sondern bis Bätterkinden geführt werden. «Dafür muss in Bätterkinden aber ein Wendegleis erstellt werden», so Thommen.

Dieses wäre etwas ausserhalb des Bahnhofes Richtung Solothurn vorgesehen. Nötig wäre dieses Wendegleis laut der Mediensprecherin, damit die Züge im Bahnhof weiterhin kreuzen können, während die Linie S8 auf ihre Rückfahrt nach Bern wartet.

Schliesslich will der RBS bis 2025 seine Zugkompositionen auf 180 Meter verlängern, um der steigenden Nachfrage der ÖV-Nutzer gerecht zu werden. «Dafür muss aber nicht nur der RBS-Bahnhof Bern ausgebaut werden, sondern auch alle Bahnhöfe auf der Strecke Bern–Solothurn, die von den längeren Zügen angefahren werden», so Thommen. Auch in Bätterkinden müssen die Perrons auf 180 Meter verlängert werden.

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