Ein Zentrum für Begegnung

Aefligen

Die Revision der Ortsplanung sorgte für Diskussionen. Nun stellt der Gemeinderat die Ergebnisse aus den Workshops vor.

Als vor gut einem halben Jahr über die Revision der Ortsplanung Aefligen informiert wurde, gab es so einige Wortmeldungen. In­zwischen scheint die Bevölkerung gut informiert zu sein, diskutiert wurde am Informationsanlass kaum.

Die aufgehängten Planunterlagen interessierten aber dann doch – in der Pause wollten viele einen Blick darauf werfen.Grund des erneuten Zusammenkommens seien die Hintergründe der Ortsplanungsrevision und die Vorstellung der Resultate, wie Gemeinderatspräsident Urs Frank (SVP) erläuterte.

Die letzte Revision stammt aus dem Jahr 2008. Inzwischen hätten neue rechtliche Grundlagen auf Bundes- und Kantonsstufe Auswirkungen auf kommunaler Ebene. Ausserdem seien in der Gemeinde neue Bedürfnisse gewachsen, die mit der Revision ­behandelt würden, verdeutlichte Frank.

Das öffentliche Mitwirkungsverfahren läuft vom 27. August bis zum 28. September 2018. Die Aefliger Bevölkerung wird voraussichtlich nächsten Sommer über die Pläne abstimmen.

Innere Verdichtung

Grundsätzlich gehe es darum, so Gemeinderat Patrick Galli (SVP) von der Spezialkommission Ortsplanung, das Naherholungsgebiet zu erhalten, wenn nötig auszubauen, die Verdichtung nach innen zu realisieren sowie die landwirtschaftliche Nutzung zu definieren. Inzwischen seien bereits weitere Workshops mit unterschiedlichen Betroffenen durchgeführt worden.

Leer stehende Gebäude

Galli nannte beispielsweise die Gespräche mit den verschiedenen Liegenschaftsbesitzern rund um den Bahnhofperimeter. Seit letztem Frühling hätte dort ein Gebäude gemäss Baupublikation abgerissen werden sollen.

Doch der Abriss hat sich um Monate verzögert. Andere leer stehende oder wenig genutzte Gebäude sind sanierungsbedürftig. Und all das, obwohl in der neuen Dorfzone ein Zentrum für Begegnungen entstehen soll.

«Auf private Liegenschaften haben wir keinen Einfluss», sagte Galli. Benedikt Roessler von Georegio, dem beauftragten Atelier für Raumentwicklung, erklärte, dass künftig an Bauland angrenzende Landwirtschaftsbauten optimierte Umbaumöglichkeiten hätten. Dies gelte für die Siedlungszonen. In der Gemeinde betreffe es fünf Parzellen.

Kein Bauland horten

Weiter dürfe Bauland nicht mehr über Jahre «gehortet» werden, so Roessler. Zudem müsste nach neuem Reglement auf einer grossen Landparzelle auch ein entsprechend grosses Raumangebot generiert werden. Änderungen gibt es ebenfalls bezüglich klei­nerer Grenzabstände, Zonen­benennungen und liberalisierter Dachformen.

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt